Wenn der Enkel dem Opa das Handy erklärt
Kategorie:
Anwendungen
03/12/08
In den Klassenräumen der Realschule Lohmar werden regelmäßig Handys gezückt - und das ganz legal. Denn die Senioren, die nach dem offiziellen Schulschluss zum Handykurs erscheinen, lernen ganz praktisch den Umgang mit dem Mobiltelefon. Unterrichtet werden sie dabei von Schülern der 9. und 10. Klasse. Denn die Jugendlichen sind Experten in Sachen Handynutzung und geben ihr Wissen gerne weiter.
Treffen der Generationen
Für heutige Jugendliche ist der Umgang mit dem Handy ganz alltäglich. Das war nicht immer so, denn den Mobilfunk, wie wir ihn heute kennen, gibt es erst seit rund 16 Jahren. Älteren Menschen fällt es häufig sehr viel schwerer, neue Technik zu bedienen. Das Projekt im rheinischen Lohmar zeigt, dass die jüngere Generation der älteren Generation dabei helfen kann.
Lernen von den Jungen
Die Schüler und Schülerinnen sind stolz darauf, ihr Wissen an die Senioren weiter zu geben. Sie haben sich vor dem Kurs Gedanken darüber gemacht, was die wichtigsten Funktionen sind, die sie erklären wollen. Außerdem ist Zeit, dass auf jeden Teilnehmer eingegangen werden kann. So kann den Senioren die Angst genommen werden, etwas falsch oder kaputt zu machen. Denn gerade für ältere Menschen, die nicht mehr so mobil sind, kann ein Handy sehr sinnvoll sein.
Runde Sache
Für Hagen Wolff, den Initiator des Projekts, ist der Handy-Kurs eine runde Sache: “Die Senioren lernen konkret, wie sie ihr Handy bedienen. Die Schüler machen eine tolle Erfahrung, sie erleben sich als kompetente Wissensvermittler. Und ganz nebenbei entstehen hier Kontakte zwischen Menschen aus zwei unterschiedlichen Generationen, die im Alltag nicht ohne weiteres miteinander umgehen.”
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- Es braucht medienpädagogischen Unterricht Auch Schüler könnten beim Umgang mit dem Handy noch etwas lernen.
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