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Umweltprüfung für Elektrogeräte

Kategorie: Geräte
17/03/07

Seit März 2006 ist in Deutschland das neue Elektrogesetz in Kraft. Darin stehen auch einige Stoffverbote für Elektrogeräte: In Fernsehern, Computern oder Bohrmaschinen darf zum Beispiel kein Blei oder Quecksilber mehr stecken. Der Verband der Elektrotechnik (VDE) bietet Umweltprüfungen an. Dabei fallen 80% der Geräte erst mal durch.

Gefährliche Substanzen verboten
Mit dem ElektroG wurde die neue europäische Richtlinie RoHS umgesetzt. Die Abkürzung steht für “Restriction of Hazardous Substances” und das bedeutet “Beschränkung von gefährlichen Substanzen”. RoHS gilt für alle möglichen Elektrogeräte und Werkzeuge aus Haushalt, Unterhaltung und Telekommunikation. Neue Geräte dürfen nur dann auf den Markt gebracht werden, wenn bestimmte Stoffe gar nicht oder nur eingeschränkt verwendet wurden. Zu den gefährlichen Substanzen gehören Blei, Cadmium und Quecksilber.

VDE vergibt Umweltzertifikat
Der VDE ist der deutsche Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik mit rund 34 000 Mitgliedern, davon 1250 Unternehmen. Das VDE-Institut in Offenbach bietet Herstellern neuerdings an, die Umweltverträglichkeit ihrer Produkte zu prüfenexterner Linkexterner Link. Dabei achtet der VDE auf die Einhaltung der RoHS-Richtlinie und anderer Vorschriften. Wurden alle Vorgaben eingehalten, gibt es ein Zertifikat durch den VDE. Ein Unternehmen kann so prüfen, ob sein Produkt dem Elektrogesetz entspricht. Außerdem ist ein Umweltzertifikat eine gute Werbung.

Verstecktes Blei: Durchgefallen
Dr. Tobias Ernst, der Leiter des chemischen Labors Werkstoffanalyse im VDE-Institut, schaut sich die Geräte ganz genau an: “Wir prüfen die Produkte auf RoHS-Konformität. 80 Prozent der untersuchten komplexen Produkte, wie z.B. LCD-TV, E-Motoren oder Waschmaschinen haben die Erstprüfung nicht bestanden. Viele Hersteller vertrauen auf die Selbsterklärung der Lieferanten und sind dann überrascht, wenn wir beispielsweise Blei in den Lötpunkten auf den Leiterplatten feststellen. Im schlimmsten Fall muss der Hersteller das Produkt vom Markt nehmen”.

Gefährlichen Elektroschrott verhindern
Durch das ElektroG soll es weniger Abfall mit weniger Schadstoffen geben. Hersteller müssen nicht nur darauf achten, bestimmte gefährliche Stoffe zu vermeiden, sie sind auch dafür verantwortlich, Elektrogeräte umweltgerecht zu entsorgen. Deshalb dürfen auch keine Geräte mehr im Hausmüll landen. So sollen möglichst viele Materialien wieder verwendet werden. Der VDE bietet eine zusätzliche Prüfung zur Recycling-Fähigkeit von Produkten an.

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