Surfen mit dem Handy
Kategorie:
Anwendungen
21/08/08
Mobiles Internet ist weltweit auf dem Vormarsch. In den USA gibt es bereits 40 Millionen Leute, die regelmäßig mit ihrem Handy ins Internet gehen. Das sind über 15 Prozent der amerikanischen Handykunden. In Deutschland gehen 7,4 Prozent der Handybesitzer mit ihren Geräten online. Diese Zahlen stammen von dem Marktforschungsinstitut Nielsen Mobile. Die Marktforscher sehen im mobilen Internet einen wichtigen Werbemarkt der Zukunft.
Kritische Masse
Nach Angaben von Nielsen Mobile wurde beim mobilen Internet die kritische Masse erreicht. Die Anfangsphase, in der die Internetnutzung über das Handy neu war, ist vorbei. Inzwischen gehen so viele Handykunden ins Internet, dass diese Zahl in Zukunft vermutlich automatisch weiter steigen wird. In den USA gehen schon 15,6 Prozent der Handykunden mit ihren Endgeräten ins Netz, in Großbritannien liegt diese Zahl bei 12,9 Prozent, in Italien bei 11,9 Prozent, in Russland bei 11,2 und in Deutschland bei 7,4 Prozent.
Top: 3G und Flatrate
UMTS-Handys und andere 3G-Geräte sind bei der Nutzung von mobilem Internet besonders beliebt. Laut Nielsen Mobile sind diese Netze bis zu sechsmal schneller als 2G (GSM) oder 2,5G (GPRS) Netze. Aber nicht nur schnell soll das mobile Internet sein, sondern auch günstig. Eine wachsende Zahl von Nutzern setzt beim Handysurfen auf eine Flatrate. In den USA haben 14 Prozent der mobilen Internetnutzer eine unbegrenzte Flatrate zum Surfen, weitere 50 Prozent wünschen sich so eine Flatrate. Der durchschnittliche amerikanische Handysurfer zahlt im Monat 11 für den mobilen Internetzugang.
Junge Nutzer, neue Geräte
Beim Blick auf das Alter der mobilen Surfer hat Nielsen Mobile festgestellt, dass die Nutzer vergleichsweise jung sind. In den USA gibt es zum Beispiel in der Altersgruppe 13 bis 17 Jahre 5,1 Millionen Handysurfer. Unter den Personen, die älter als 55 Jahre alt sind, gehen hingegen nur 4,4 Millionen Handynutzer online. Wer mit dem Handy online geht, nutzt dafür meist ein neueres Gerät. In den USA sind vor allem das “Motorola RAZR” und das “Apple iPhone” sehr beliebt, in Europa stehen Modelle aus der N-Serie von Nokia hoch im Kurs.
Kein neues Netz
Auch wenn der Zugang über das Handy ein neuer ist, werden beim mobilen Internet vor allem etablierte Seiten angesteuert. Die Marktforscher von Nielsen haben herausgefunden, dass beim Handysurfen viel weniger verschiedene Seiten angesteuert werden. Wer am Computer ins Netz geht, besucht über 100 unterschiedliche Websites. Die deutschen Handysurfer besuchen im Schnitt aber nur 4,4 Seiten pro Monat. Dabei werden vor allem die großen Portale wie “Yahoo” oder “Google” angesteuert. Besonders beliebt ist das Checken von E-Mails über das Handy. Durch schnellere Netze, neue Technik und bedienerfreundliche Geräte wird erwartet, dass die Internetnutzung mit dem Handy in Zukunft immer komfortabler und vielfältiger wird.
Neuer Werbemarkt
Die Marktforscher von Nielsen Mobile behaupten, dass die Nutzer von mobilem Internet besonders offen sind für Werbung. Besonders dann, wenn sich durch die Werbung die Kosten für das Surfen mit dem Handy senken lassen. In Zukunft ist also zu erwarten, dass immer mehr Unternehmen für gezielte Werbung im mobilen Internet ausgeben.
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Links zum Thema:
- Critical Mass. The Worldwide State of the Mobile Web
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Informationen von Nielsen Mobile als PDF-Download. - Mobiles Internet boomt in Europa handysektor berichtet über steigende Zahl von Handysurfern.
- EU will auch Datentarife senken EU Kommission fordert Senkung der Tarife für Daten-Roaming.
- Das Internet lernt laufen Datendienste fürs Handy und mobiles Internet werden immer beliebter.
- Interesse an mobilem Breitband steigt Mobiles Internet wird immer beliebter.
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