Sony und die Hacker: Wettrennen um die PSP
Kategorie:
Sicherheit
10/10/05
Die Playstation Portable von Sony ist in Deutschland seit etwa einem Monat auf dem Markt. In den USA und Japan ist die mobile Spiele- und Videokonsole schon länger zu haben. Hacker haben schon mehrfach versucht, die PSP zu verändern, um so genannte Homebrew-Software zu installieren. Jetzt ist ein erster Trojaner aufgetaucht.
Trügerischer Trojaner
Der Schädling hat den Namen “Trojan.PSPBrick” und steckt in der Datei “EXPLOIT 2G PSP Team V1.RAR”. Wird diese Datei auf die PSP geladen, löscht sie wichtige Teile des Betriebssystems und macht das Gerät unbrauchbar. Der Trojaner tarnt sich als ein Programm, mit dem man angeblich Raubkopien und Homebrew-Software auf der PSP nutzen kann. Er verbreitet sich nicht automatisch, sondern muss gezielt heruntergeladen werden. Deshalb rät die Sicherheitsfirma Symantec, welche den Trojaner entdeckt hat, keine fremde Software auf die PSP zu laden. Außerdem hat nur der einen Anspruch auf die Garantie des Herstellers, der ausschließlich offizielle Firmware und Anwendungen von Sony auf der PSP nutzt.
Up and Down
Seit die PSP auf dem Markt ist, versuchen Hacker, Sicherheitslücken zu finden und zu nutzen. So haben sie eine Lücke in der Firmware 1.5 gefunden, mit der Raubkopien auf der PSP laufen. Sony hat die neue Firmware 2.0 veröffentlicht und diese Lücke dort geschlossen. Außerdem gab es mit dieser Firmware erstmals einen freien Web-Browser für die mobile Konsole. PSP-Geräte in Deutschland wurden damit ausgeliefert, bei anderen Geräten konnte man ein Update machen von der Version 1.5. auf die Version 2.0. Hacker haben jedoch einen Weg gefunden, aus der Version 2.0 wieder die ältere, lückenhafte Firmware 1.5 zu machen. Durch diesen Downgrade liefen wieder die Kopien und Homebrew-Software.
Seit kurzem gibt es nun die Firmware 2.01 von Sony, bei der es die Möglichkeit zum Downgrade nicht mehr gibt. “Trojan.PSPBrick” kann der Version 2.01 auch nichts mehr anhaben. Sony ist natürlich daran interessiert, dass möglichst viele PSP-Nutzer ein Update auf die Firmware 2.01 machen. Denn dann wird die Nutzung illegaler Software erschwert. Deshalb behaupten einige Stimmen im Internet, dass der Schädling dem Unterhaltungskonzern Sony ganz gelegen kommt.
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- Auf den Seiten des Heise-Verlags, der u.a. das Magazin ct´ herausgibt, wird ausführlich über offene und geschlossene Sicherheitslücken der PSP von Sony und den neuen Trojaner
externer Link berichtet. - Die Zeitschrift PC Professionell vom Verlag VNU Business Publications beschreibt auf ihrer zum Teil werbefinanzierten Seite, wie der PSP-Schädling entdeckt wurde und welche Interessen dabei im Spiel sein könnten
externer Link.
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