Rindfunk
Kategorie:
Anwendungen
08/04/08
Die Vernetzung unserer Welt macht auch vor der Landwirtschaft nicht halt. Jetzt haben Forscher die funkende Kuh entwickelt. Ein Sensor im Magen von Milchkühen misst die Temperatur und den ph-Wert des Blutes. Die gesammelten Infos landen per Funk in einer Datenbank. Ist die Kuh krank, bekommt der Bauer eine Meldung auf seinen Rechner.
Kluges Halsband
Das neue Messsystem wird ab Mitte 2008 erprobt. Dann bekommen einige Kühe aus Deutschland und den Niederlanden einen Sensor in den Pansen eingesetzt, der laufend Gesundheitsdaten sammelt. Ein Minisender sendet die Daten an einen Empfänger im Halsband der Kuh. Im Halsband befindet sich ein stärkerer Sender, der alle Infos zu einer zentralen Datenbank schickt. So kann der Gesundheitszustand vieler Kühe auf einen Blick gecheckt werden.
Kluge Forscher
Entwickelt wurde die “funkende Kuh” vom Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme aus Duisburg. Der “Rindfunk” läuft nicht über WLAN oder Bluetooth, sondern nutzt den Standard ZigBee. Diese Technologie ist speziell dafür gedacht, geringe Datenmengen auf kleinen Entfernungen zu übermitteln. Dafür ist ZigBee schnell und braucht wenig Strom.
Kluge Anwendungen
Die Forscher können sich gut vorstellen, dass diese sensorgesteuerte Überwachung auch in anderen Bereichen eingesetzt werden kann. So könnten zum Beispiel Sensoren im Boden dabei helfen, einen Acker oder einen Weinberg richtig zu bewässern oder zu düngen. Ob sich diese neue Technik weit verbreitet ist noch nicht klar. Aber wahrscheinlich wird es in Zukunft immer mehr alltägliche Dinge geben, in denen irgendeine Art von Informationstechnologie steckt.
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