Online-Netzwerke sind unentbehrlich geworden
Kategorie:
Dies und Das
22/01/11
Das Internet ist im Leben angekommen - und umgekehrt: Das Leben mit all seiner Vielfalt ist im Internet angekommen. Dies ist ein Fazit einer neuen Untersuchung. Für die Studie des Medienkonvergenz Monitoring wurden 6000 Nutzer von sozialen Netzwerkplattformen zwischen 12 und 19 Jahren online befragt, mit 31 Jugendlichen wurden zudem ausführliche Interviews durchgeführt. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass Online-Netzwerke für jugendliche Nutzer eine zentrale Bedeutung haben und für ihr soziales Leben unentbehrlich geworden sind.
Aktive Netzwerke
Die befragten Jugendlichen bewegen sich ganz selbstverständlich in sozialen Netzwerken wie schülerVZ, facebook und Co. 70 Prozent der Jugendlichen sind auf mindestens zwei Plattformen aktiv, rund ein Drittel nutzt drei oder mehr Plattformen. Über die verschiedenen Plattformen findet eine Vernetzung mit unterschiedlichen Freundeskreisen statt. Die Netzwerke haben unterschiedliche inhaltliche oder funktionale Ausrichtungen, so können Jugendliche ganz gezielt mit Gleichgesinnten Kontakte knüpfen.
Digitale Fortsetzung
Soziale Netzwerke werden vor allem dazu genutzt, um Beziehungen zu pflegen. Die reale Kommunikation mit Freunden und Bekannten wird im digitalen Raum fortgesetzt. SchülerVZ und Co bieten also eine “Verlängerung von Schulhofgesprächen”. Weitere wichtige Funktionen der Netzwerke sind die Möglichkeiten der Selbstdarstellung und Selbstauseinandersetzung und die Teilhabe an der (Medien-)Gesellschaft.
Privat? Nein Danke!
Fast alle befragten Nutzer kennen die Privatsphäre-Einstellungen bei Online-Netzwerken, doch nur etwa die Hälfte der 12- bis 19-Jährigen nutzt diese Einstellungen. Denn obwohl sich die Jugendlichen über die Risiken bewusst sind, wollen sie sich selbst darstellen und haben den Wunsch, neue Kontakte zu knüpfen. Dieses Spannungsverhältnis zwischen Risiken und Chancen führt zu Unsicherheiten bei den Jugendlichen und zu einem Bedarf an medienpädagogischer Unterstützung.
MeMo_SON10
Die Studie der Uni Leipzig trägt den Titel “Medienkonvergenz Monitoring Soziale Online-Netzwerke-Report 2010”, die Kurzform ist MeMo_SON10. Für das Projekt “Medienkonvergenz Monitoring” finden regelmäßig Befragungen von Heranwachsenden statt, die unter einer Langzeitperspektive ausgewertet werden. Konvergenz bedeutet, dass die Technik und die Inhalte von ursprünglich verschiedenen Medien immer mehr verschmelzen. Das Medienkonvergenz Monitoring wird von der Sächsischen Landemedienanstalt SLM gefördert. (mf)
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Links zum Thema
- Medienkonvergenz Monitoring Soziale Online-Netzwerke-Report 2010
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Auf der Homepage des Medienkonvergenz Monitoring gibt es weitere Informationen und Hintergründe. - Ergebnisreport MeMo_SON10
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Die gesamten Ergebnisse des Medienkonvergenz Monitoring Soziale Online-Netzwerke-Report 2010 als PDF. - JIM-Studie 2010 ist erschienen Auch die JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs) untersucht regelmäßig die Mediennutzung der 12- bis 19-Jährigen.
- “Ein Tag ohne Handy ist wie ungesalzene Pommes” Bei den JIMplus Nahaufnahmen sagen Jugendliche ihre Meinung zur Mediennutzung.
- Klage gegen Facebook Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) verklagt Facebook.
- Internationale Kritik an Social Networks handysektor berichtet über problematischen Umgang von Social Networks mit Daten.
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