Nachwuchsforscher knacken WLAN-Verschlüsselung
Kategorie:
Sicherheit
26/04/07
Drei junge Kryptologen aus Darmstadt haben eine Sicherheitslücke aufgedeckt. In Sekundenschnelle können Sie in ein WLAN-Netz eindringen, dass mit dem Sicherheitsstandard WEP verschlüsselt ist. Rund die Hälfte der drahtlosen Netze in Deutschland nutzt diesen Standard. Experten raten: Mit WPA verschlüsseln!
Nachwuchs forscht
Erik Tews (24), Ralf-Philipp Weinmann (29) und Andrei Pyshkin (27) arbeiten an der Technischen Universität (TU) Darmstadt daran, die Sicherheit von Verschlüsselungsverfahren zu testen. Nach dem Motto “Kenne Deinen Angreifer - arbeite mit seinen Werkzeugen” haben sie versucht, Sicherheitslücken in WLAN-Netzen zu finden. Der Standard WEP wurde schon früher geknackt, bislang hat das einige Minuten gedauert. Die Nachwuchsforscher können die Sicherheitsschranke in wenigen Sekunden überwinden.
WLAN, WPA, WEP
“Aus unserer Sicht ist nach dem heutigen Tag der WEP-Standard als Verschlüsselungsmethode nicht mehr haltbar”, sagt Professor Johannes Buchmann, der “Chef” der jungen Forscher. Seit Jahren warnen Experten davor, dass WEP nicht sicher ist. Trotzdem finden sich WLAN-Netze mit WEP “nicht nur in Privathaushalten sondern auch in Firmen, Arztpraxen, Hotels und vereinzelt im universitären Umfeld”, so Buchmann. Damit die Daten in diesen Netzen sicher sind, raten die Forscher, schnellstmöglich auf alternative Standards wie WPA zu wechseln.
Daten schützen
“Wer sich (...) unbefugt Zugang zu einem Laptop oder Netzwerk verschafft, kann zum Beispiel unbemerkt private Nachrichten mitlesen oder den Internetzugang des ahnungslosen Besitzers benutzen“, sagt Nachwuchsforscher Tews. Um das zu verhindern, kannst du deine Daten besser verschlüsseln. Viele Access Points unterstützen auch den Standard WPA. Also: Bedienungsanleitung lesen und umstellen! Mehr Tipps für sicheren WLAN-Datenverkehr findest du hier.
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