Mobiles Internet boomt in Europa
Kategorie:
Netzwerk
24/06/08
Die Verbreitung mobiler Datendienste nimmt in Europa rasant zu. Schon 112 Millionen Kunden nutzen UMTS, um unterwegs ins Internet zu gehen oder E-Mails abzurufen. Die Preise beim mobilen Datenverkehr sind gesunken, die Umsätze aber gestiegen. Die aktuellen Zahlen wurden im Auftrag der Mobilfunkindustrie ermittelt.
Das mobile Netz
Die GSM Association (GSMA), ein weltweites Netzwerk von Unternehmen der Telekommunikation, hat die Unternehmensberatung AT Kearney beauftragt, den mobilen Datenverkehr in Europa zu untersuchen. Dabei kam heraus, dass der Mobilfunk der dritten Generation auf dem europäischen Markt schneller wächst, als irgendwo anders auf der Welt. Der Umsatz mit der Nutzung mobiler Datendienste ist 2007 um 40 Prozent auf rund 7 Milliarden Euro gestiegen. Die Betreiber der 3G-Netze haben im gleichen Zeitraum allerdings 20 Milliarden Euro ausgegeben, um die Netze und den Service weiter zu verbessern. UMTS ist also ein wichtiger Markt für die Zukunft.
Preise sinken
Nach Ansicht der Experten von AT Kearney liegt der Hauptgrund dafür, dass immer mehr Europäer über das UMTS-Handy oder ein Laptop mit HSDPA-Karte online gehen, bei den sinkenden Preisen. Sowohl der Datenverkehr wie auch die Geräte werden immer günstiger. Zum Teil sind die Angebote günstiger als vergleichbare, fest installierte DSL-Anschlüsse. In Großbritannien gibt es zum Beispiel mobile Datendienste, die 13 Euro im Monat kosten, in Österreich kann man schon für 10 Euro im Monat unterwegs ins Netz. Nach Ansicht der GSMA werden die Preise in ganz Europa weiter sinken, unter anderem, weil die Konkurrenz durch WLAN-Hotspots immer größer wird.
Datenroaming wächst
Wer mit seinem Handy im europäischen Ausland ist, kann auch dort über UMTS Datendienste nutzen. Das machen auch immer mehr Kunden, denn der Markt für Daten-Roaming ist im letzten Jahr um 75 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sind die Preise um 25 Prozent gesunken. Sie liegen aber immer noch weit über den Preisen, die Internet auf dem Handy im eigenen Land kostet. Die EU-Kommissarin Vivian Reding hat dies kritisiert und eine Veränderung gefordert.
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