Kontakt| Impressum| Nutzungshinweis| Datenschutz| Sitemap | Über diese Seite | RSS RSS



Kinder im Netz

Kategorie: Sicherheit
26/04/11

Illustration

Soziale Netzwerke werden zunehmend auch von Kindern und Jugendlichen genutzt. Eine europaweite Umfrage im Auftrag der EU kommt zu dem Ergebnis, dass 77 Prozent der 13- bis 16-Jährigen und 38 Prozent der der 9- bis 12-Jährigen ein Profil auf der Webseite eines Sozialen Netzes haben. Ein Viertel dieser “Kinder im Netz” haben ihr Profil auf “öffentlich” gestellt. Die EU möchte im Rahmen der Digitalen Agenda gemeinsam mit den Betreibern sozialer Netze Maßnahmen zum Schutz Minderjähriger umsetzen. Zu einem immer größeren Problem im Internet wird das Cyber-Mobbing. Laut einer Studie der Uni Hohenheim sind in Deutschland rund ein Fünftel der Jugendlichen direkt betroffen.

 

Illustration


EUKidsOnline
Für die aktuelle Studie der EU wurden 25 000 Kinder und Jugendliche in 25 europäischen Ländern befragt. Dabei gab es durchaus große Unterschiede zwischen einzelnen Ländern. In den Niederlanden sind zum Beispiel schon 70 Prozent der 9- bis 12-Jährigen bei einem Social Network aktiv - in Deutschland hingegen erst 27 Prozent. Hierzulande haben aber schon 72 Prozent der Jugendlichen zwischen 13 und 16 ein Profil. In Norwegen liegt dieser Wert in der gleichen Altersklasse bei 92 Prozent. Das beliebteste Netzwerk für die meisten europäischen Kinder und Jugendlichen ist Facebook. In Deutschland liegt schülerVZ vorne. Viele Kinder und Jugendliche geben bei der Anmeldung ein falsches Alter an, um über dem Mindestalter zu liegen, welches von den meisten Social Networks gefordert wird.

Illustration

Öffentliche Privatsphäre
Ein Viertel der europäischen Kinder in sozialen Netzen geben an, dass ihr Profil auf “öffentlich” eingestellt ist und so von jedem eingesehen werden kann. Ein Fünftel dieser Kinder gibt ferner an, dass ihr Profil auch Adresse und/oder Telefonnummer enthält. In Deutschland legen mehr Kinder Wert auf die Privatsphäre: Nur 11 Prozent der 9- bis 12-Jährigen haben ein öffentliches Profil. Bei den 13- bis 16-Jährigen sind es allerdings schon 24 Prozent.

Illustration


Sicherheit vernachlässigt
Neelie Kroes, die Vizepräsidentin der EU Kommission, bewertet die Ergebnisse der Studie so: “Immer mehr Kinder nutzen soziale Netze, aber viele vernachlässigen ihre Sicherheit im Internet. Diese Kinder setzen sich großen Gefahren aus und sind leichte Beute für Stalking und Grooming. Alle Betreiber sozialer Netze sollten daher umgehend dafür sorgen, dass die Profile Minderjähriger grundsätzlich nur für ihre bestätigten Kontakte zugänglich und für Suchmaschinen nicht erreichbar sind.” Im Rahmen der Digitalen Agenda will die EU Maßnahmen zum Schutz Minderjähriger umsetzen. Viele Betreiber sozialer Netze haben auch schon die Selbstkontrolle-Vereinbarung “Safer Social Networking Principles for the EU” unterzeichnet.

Illustration

Cyber-Mobbing an Schulen
Die Universität Hohenheim hat rund 400 Schüler an zwei Stuttgarter Schulen befragt. Mehr als ein Fünftel der Schüler haben schon persönliche Erfahrungen mit Cyber-Mobbing gemacht. Das Spektrum der Taten reicht von persönlichen Angriffen auf Soziale Netzwerkseiten und Communities über die Veröffentlichung verletzender Bilder bis hin zum Einstellen peinlicher Videos ins Netz. Vor allem Schülerinnen und Jüngere werden zur Zielscheibe der virtuellen Angriffe. So hatten die weiblichen Befragten ein 6fach erhöhtes Risiko, Opfer von Cyber-Mobbing zu werden. Täter sind dagegen häufig gut integrierte Kinder aus der Mitte der Klasse.


Beitrag drucken weiterempfehlen E-Mail an Redaktion Permalink

nach oben

Links zum Thema


Zurück


Bestellmöglichkeit


Bei uns können die gedruckten Flyer "Opfer, Schlampe, Hurensohn. Gegen Mobbing", "Handy, Kongo, Müllalarm. Für die Umwelt mobil", "DAS NETZ VERGISST NICHTS!", "VOLL PORNO", "FERTIGMACHEN ist TABU", "Respekt und Würde" und "Tipps to go" kostenlos bestellt werden.


Top Downloads


  • Flyer "Opfer, Schlampe, Hurensohn. Gegen Mobbing"
  • Flyer "Handy, Kongo, Müllalarm. Für die Umwelt mobil"
  • Flyer "DAS NETZ VERGISST NICHTS!"
  • Flyer "VOLL PORNO"
  • Flyer "FERTIGMACHEN ist TABU"
  • Flyer "... und redest selber von Respekt und Würde"
  • Broschüre "Gewalt auf Handys"
  • Flyer "Tipps to go"
  • Broschüre "Handy und Internet - Tipps gegen Kostenfallen"

Bildergeschichten