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Killerspiele im Bundestag

Kategorie: Dies und Das
24/04/07

Im Bundestag in Berlin gibt es eine öffentliche Anhörung zum Thema “Jugendmedienschutz und gewalthaltige Computerspiele”. Kulturpolitiker unterhalten sich am Donnerstag, den 26. April mit Experten. Der Deutsche Kulturrat findet das gut, denn bei Computerspielen gehe es auch um kulturelle Fragen.

Ausschuss Neue Medien
Im Deutschen Bundestag gibt es allerlei Ausschüsse, in denen sich Politiker um verschiedene Themen kümmern. Der Ausschuss für Kultur und Medien befasst sich mit kulturellen Angelegenheiten, die national bedeutsam sind. Im Unterausschuss Neue Medien geht es speziell um die verschiedenen Aspekte neuer Medien wie Internet und Computer. In diesem Unterausschuss steht am 26. April 2007 das Thema “Jugendmedienschutz und gewalthaltige Computerspiele” auf der Tagesordnung.

Fragen an Experten
In der öffentlichen Sitzung wollen die Kulturpolitiker einige Fragen klären. Dafür haben sie Experten eingeladen: drei Vertreter von Einrichtungen des Jugendmedienschutzes (FSM, BPjM, USK), einen Vertreter der Spieleindustrie (BIU) und zwei Wissenschaftler, die sich mit Medien und Jugendlichen beschäftigen. Die Politiker wollen zum Beispiel wissen, ob es gesicherte Kenntnisse gibt über den Zusammenhang von realer Gewalt bei Jugendlichen und Gewalt in Computerspielen? Sie wollen wissen, ob man überhaupt genau beschreiben kann, was sogenannte Killerspiele ausmacht und ob es sinnvoll und technisch möglich ist, diese zu verbieten. Alle Leitfragen der Sitzung sind in dieser Mitteilung des Bundestagsexterner Linkexterner Link nachzulesen.

Kultur der Spiele
Olaf Zimmermann, der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, findet es “sehr gut, dass sich jetzt die Kulturpolitiker im Deutschen Bundestag mit dem Für und Wider von PC- und Videospielen beschäftigen, da diese Spiele, auch die Gewalttätigen, zum Kulturbereich gehören. In den letzten Wochen musste man fast den Eindruck haben, dass die Politik glaubt, durch ein umfangreiches Verbot von Computerspielen dem Problem der Gewaltbereitschaft von Jugendlichen begegnen zu können. Diese Verbotsdebatte wurde hauptsächlich von Politikern geführt, denen die kulturellen Fragen rund um das Genre Computerspiele weniger wichtig sind.” Der Kulturrat erhofft sich von der öffentlichen Anhörung, dass die Diskussion um Computerspiele wieder sachlich geführt werden kann. Der Deutsche Kulturrat e.V. vertritt die Interessen vieler Kulturverbände im kultur- und medienpolitischen Bereich.

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