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Jedes zweite WLAN-Netz ist unsicher

Kategorie: Anwendungen
29/03/06

Drahtlose Netzwerke gibt es heute in vielen Privatwohnungen, Unternehmen und an öffentlichen Plätzen. Eine internationale Befragung ergab jetzt, dass fast 60 % der Netze kein ausreichendes Sicherheitssystem nutzen. Dadurch können Unbefugte in ein Netz eindringen und Daten ausspionieren. Macht deshalb euer WLAN sicher!

Einstellungen ändern
Es gibt ein paar grundsätzliche Dinge, die man beim Aufbau eines Access-Points für ein WLAN beachten sollte. Denn die meisten Geräte werden mit den gleichen Einstellungen ausgeliefert. Der Netzwerkname (SSID) des Access-Points sollte geändert werden. Außerdem sollte das Gerät seine SSID nicht dauerhaft aussenden. Denn wenn es ständig seinen Namen ruft, kann es leichter gefunden werden. Ein einfacher Schutz vor fremden Zugriffen ist auch die Beschränkung der WLAN-Reichweite. Durch eine kleinere Sendeleistung und die geschickte Ausrichtung der Antenne strahlt das WLAN nicht so weit in die Umgebung.

Gesichtskontrolle
Der Access-Point erlaubt einzelnen Computern den Zugang zum drahtlosen Netz. Deshalb ist es wichtig, dass nur die gewünschten Rechner Zugang haben. Damit ein Computer vernetzt werden kann, braucht er eine Netzwerkkarte. Jede dieser Karten hat eine eigene MAC-Adresse. Der Access-Point kann so eingestellt werden, dass er nur Geräte mit bestimmten Adressen “rein” lässt. Ähnlich funktioniert die Nutzung fester IP-Adressen. Die braucht jeder Rechner im Internet. Es gibt bei Access-Points die Funktion DHCP. Dabei bekommen neue Computer im Netzwerk automatisch eine IP-Adresse zugewiesen. Wenn DHCP abgeschaltet ist muss die IP-Adresse von Hand eingetragen werden. Das erschwert den Zugang.

Verschlüssel das Ganze
Einige der hier beschriebenen Sicherheitsvorkehrungen wurden schon von Hackern umgangen. Trotzdem erschweren sie ungebetenen Gästen den Zugang zum eigenen Netzwerk. Wer seine Daten wirklich schützen will, sollte den Funkverkehr im WLAN verschlüsseln. Der Standard WPA2 gilt derzeit als sehr sichere Lösung. Hier sollte man ein möglichst langes Passwort benutzen. Um WPA2 einsetzen zu können, muss der Access-Point dies natürlich unterstützen. Änderungen an den Einstellungen vom Zugangspunkt sollten am Besten nicht über Funk erfolgen. Am sichersten ist da das gute alte Kabel. Wenn man WLAN nicht nutzt, kann man es übrigens auch ganz ausschalten. Diese Hürde hat noch kein Hacker geknackt.

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