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Internet über die Hausantenne

Kategorie: Dies und Das
09/12/08

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Früher hatten die meisten Häuser eine Antenne auf dem Dach, um damit das Fernsehprogramm zu empfangen. Das analoge Rundfunksignal ist aber inzwischen abgeschaltet. Heute wird das TV-Signal über den digitalen Standard DVB-T gesendet oder kommt über Kabel oder Satellit ins Haus. Ein Pilotprojekt in Brandenburg nutzt nun erstmals die freigewordenen Rundfunkfrequenzen, um breitbandiges Internet anzubieten.

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Projekt von mabb und T-Mobile
Das Breitbandpilotprojekt findet im Norden des Bundeslandes Brandenburg statt. Der ländliche Raum bei Wittstock/Dosse soll versuchsweise über Rundfunkfrequenzen mit Internet versorgt werden. Das Projekt wird von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und T-Mobile realisiert.

Neue Nutzung des Rundfunks
“Berlin war weltweit die erste Region, in der das analoge Antennenfernsehen abgeschaltet worden ist. Nun ist Brandenburg vorne bei der Nutzung des Rundfunkspektrums für das Internet”, sagte Dr. Hans Hege, der Direktor der mabb. Die digitale Ausstrahlung des TV-Signals benötigt viel weniger Platz. Deshalb sind einige Rundfunkfrequenzen frei geworden. Diese freien Frequenzen nennt man “digitale Dividende”.

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Digitale Dividende überwindet digitale Spaltung
Die Rundfunkfrequenzen eignen sich sehr gut, um entlegene Regionen mit Internet zu versorgen und damit der digitalen Spaltung entgegen zu wirken. Denn die Frequenzen haben eine große Reichweite und sind gut in Häusern zu empfangen. Es könnte also günstiger und effektiver sein, das Internet über die Rundfunkfrequenzen zu versorgen, als Kabel in ländlichen Regionen zu verlegen. Auch gegenüber dem Mobilfunknetz könnte das neue Modell Vorteile haben.

Europaweites Pilotprojekt
Bei dem Projekt im brandenburgischen Wittstock wird erstmals in Europa eine Rundfunkfrequenz für breitbandiges Internet genutzt. Dabei soll getestet werden, ob diese Art des Internetzugangs technisch ohne Probleme möglich und wirtschaftlich interessant ist.


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