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Internationale Kritik an Social Networks

Kategorie: Sicherheit
24/05/10

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“Soziale Netzwerke sind für Millionen von Menschen zu einem virtuellen Zuhause geworden. Doch im Moment werden sie überfallen von Datenjägern und Händlern, die Geld machen wollen mit Informationen, die niemals für Fremde bestimmt waren”. Das sagt die amerikanische Verbraucherschützerin Susan Grant. Zusammen mit europäischen Kollegen fordert sie die Politik auf, die Nutzung von Social Networks sicherer zu machen.

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Mehr als Schlamperei
Zur internationalen Riege der Verbraucherschützer gehört auch Falk Lüke vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Der vzbv hat die Betreiber von sozialen Netzwerken schon länger im Visier und stellt immer wieder Verstöße gegen geltendes Recht fest. Falk Lüke: “Es ist kaum zu glauben, dass da nur Schlamperei im Spiel ist. Wir glauben inzwischen, dass Facebook absichtlich Datenschutzbestimmungen und Verbraucherschutz-Standards verletzt”.

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Sicherer Hafen
Amerikanische und europäische Verbraucherschützer sind im Trans Atlantic Consumer Dialogue (TACD) organisiert. Es gibt auch ein so genanntes Safe Harbour-Abkommen zwischen Europa und den USA, um die persönlichen Daten der Bürger zu schützen. Die Praktiken von Social Network-Anbietern würde Falk Lüke vom vzbv allerdings eher mit den Piraten vor der somalischen Küste vergleichen, als mit einem sicheren Hafen.

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Forderungskatalog
Die Verbraucherschützer vom TACD stellen in einem neuen Beschluss konkrete Forderungen an die Politik, um die Sicherheit in Social Networks durch Gesetze und Regelungen zu garantieren.
Hier eine Liste ihrer Forderungen:

  • Der Zugriff auf die persönlichen Daten der Nutzer darf keine Bedingung sein, um ein Soziales Netzwerk zu nutzen.
  • Persönliche Daten dürfen ohne ausdrückliche Zustimmung der Nutzer (Opt-In) nicht für Werbezwecke gesammelt werden.
  • Anbieter von sozialen Netzwerken müssen verpflichtet werden, die Daten der Nutzer vor unbefugtem Zugriff durch Dritte zu schützen.
  • Anbieter sollen Nutzer informieren, wie wichtig der Schutz der persönlichen Daten in einem Social Network ist und wie mit welchen Mitteln sie das umsetzen können.
  • Die Anbieter der Netzwerke sollen haftbar gemacht werden können, wenn Daten durch Dritte missbraucht werden.
  • Wenn eine Application Zugriff auf persönliche Daten bekommt, dann sollen der Zugriff auf diese Daten beschränkt werden, die für die Application eine Rolle spielen.
  • Die persönlichen Daten der Nutzer dürfen nur mit deren Zustimmung an andere Anbieter weitergegeben werden.
  • Die Anbieter von Sozialen Netzwerken müssen dafür sorgen, dass Nutzer ihre Daten löschen oder ändern können.
  • Alle Nutzer von Social Networks sollen die Möglichkeit haben, mit ihren Bildern und anderen Daten von einem Netzwerk zum anderen umzuziehen.


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