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Inlandsgespräch nach Lissabon

Kategorie: Dies und Das
13/12/10

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Ein Anruf ins Ausland ist teurer als ein Telefonat innerhalb Deutschlands. Das liegt an den so genannten Roamingkosten, die anfallen, wenn Netzbetreiber aus verschiedenen Ländern zusammenarbeiten. Die Europäische Union hat sich in einer Digitalen Agenda zum Ziel gesetzt, dass der Unterschied zwischen Roaming- und Inlandstarifen bis 2015 möglichst ganz verschwindet. Jetzt wurde eine öffentliche Konsultation zur Zukunft des Roamings gestartet, bei der alle Verbraucher, Unternehmen und Behörden sich zu Wort melden können.

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Ein großer Markt
Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission, sagte hierzu: “In einem echten EU-Binnenmarkt ist kein Platz für gewaltige Unterschiede zwischen Inlands- und Roamingentgelten. Wir müssen die Ursache der heutigen Probleme angehen, nämlich den unzureichenden Wettbewerb, und dafür eine dauerhafte Lösung finden. In Bezug darauf, wie diese Lösung im Einzelnen funktionieren könnte, sind wir aber offen.”

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Zu wenig Wettbewerb
Es gibt schon jetzt Preisobergrenzen für alle Anrufe und SMS, die bei Aufenthalten im EU-Ausland abgehen oder ankommen. Diese Tarifgrenzen hat die EU festgelegt. Nach Angaben der EU setzen die meisten Netzbetreiber ihre Roamingtarife knapp unter den regulierten Höchstpreisen fest und erzielen damit sehr hohe Gewinnspannen. Einen echten Wettbewerb gibt es demnach nicht. Dann müssten sich die Tarife danach richten, welche Kosten wirklich entstehen.

Neue Regelungen
Die öffentliche Konsultation soll nun die Frage klären, welche zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden können, um den Wettbewerb zu fördern und die Zufriedenheit der Verbraucher zu steigern. Bis zum 11. Februar 2011 können alle Seiten eine Stellungnahme abgeben. Bis zum 30. Juni 2011 wird sich die EU dann überlegen, wie es mit der Roamingverordnung weiter geht.


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