Immer mehr Handys machen Blau!
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22/03/05
Viele neue Handys haben eine Bluetooth-Funktion. Damit können sie auf kurze Entfernung Daten mit anderen Geräten austauschen. Achtung: Über Bluetooth können Hacker fremde Adressbücher lesen oder sogar auf eure Kosten telefonieren. Deshalb: Bluetooth an eurem Handy nur dann einschalten, wenn Ihr es wirklich benutzt.
Bluetooth funkt auf kurzen Wegen
Bluetooth ist eigentlich dafür entwickelt worden, dass ein Handy ohne Kabel mit einem Zusatzgerät verbunden werden kann. So gibt es heute zum Beispiel Headsets und Freisprecheinrichtungen, die mit Bluetooth funktionieren. Bei Bluetooth werden Daten per Funk übertragen. Die meisten Handys haben auch eine Infrarot-Schnittstelle. Das funktioniert über Lichtsignale. Um Daten mit Infrarot zu tauschen, müssen sich die Handys also “sehen”. Bluetooth funktioniert auch, wenn man das Handy in der Hosentasche hat. Allerdings funkt Bluetooth bei vielen Geräten nur auf eine Entfernung von etwa 10 Metern. Bluetooth gibt es nicht nur bei Handys. Auch Laptops, PCs und sogar manche Spielekonsole nutzen Bluetooth zum Austausch von Daten.
Finde ein blaues Handy in deiner Nähe!
Jedes Handy mit Bluetooth-Funktion hat einen eigenen Namen. Das ist meist ein Produktname des Herstellers. Den Namen des Handys kann man allerdings auch selbst ändern. Mit einem Bluetooth-Handy kann man andere Geräte mit Bluetooth-Funktion in einem Umkreis von mindestens 10 Metern suchen, wenn keine Wände dazwischen liegen. Im Handy gibt es dafür eine Funktion zum Suchen von anderen Bluetooth-Geräten. Ein anderes Handy kann nur dann gefunden werden, wenn dort Bluetooth eingeschaltet ist. Außerdem kann der Bluetooth-Name auf unsichtbar geschaltet werden. Dann funkt das Handy seinen Namen nicht offen in die Welt hinein und kann nicht so leicht gefunden werden.
Wenn die Handys sich paaren
Wenn sich zwei Bluetooth-Handys gefunden haben können Sie untereinander Daten austauschen. Dafür müssen jedoch beide Handy-Besitzer das gleiche Passwort eingeben. Die Verbindung zwischen den beiden Geräten ist dann verschlüsselt. Für die sichere Bluetooth-Paarung ist es wichtig, den Anweisungen der Geräte genau zu folgen. Wenn es möglich ist, sollten die sicheren Einstellungen aktiviert werden.
Achtung: Hintertüren bei Bluetooth
Bei Bluetooth werden Daten durch die Luft gesendet und empfangen. Leider kommt es immer häufiger vor, dass Hacker sich über diesen Funkweg Zugang zu fremden Handys verschaffen. Dann können die Daten (Adressbuch, SMS, Bilder) auf dem gehackten Handy gelesen und verändert werden (BlueSnarfing). Außerdem kann über das fremde Handy telefoniert oder eine SMS verschickt werden (BlueBugging). Der Handy-Besitzer bekommt davon meist gar nichts mit. Ein anderer Angriff auf Bluetooth-Handys ist das sogenannte BlueSmack. Dabei werden alle anfälligen Geräte, die in Reichweite sind, gestört. Grundsätzlich kann jede Funkverbindung durch einen Störsender sabotiert werden (Jamming). Die Reichweite von Bluetooth-Handys beträgt normalerweise etwa 10 Meter. Andere Bluetooth-Geräte können über 100 Meter weit funken. Bei einer öffentlichen Vorführung wurde sogar schon ein Bluetooth-Angriff aus fast 2 Kilometer Entfernung durchgeführt. Für einen Hackerangriff werden meist Laptops mit entsprechender Software und spezielle Antennen genutzt. Allerdings gibt es auch Programme, um mit Handys einen Bluetooth-Angriff zu starten.
Ich geh auf Nummer Sicher
Um sich vor Hackerangriffen zu schützen sollte der Bluetooth-Name eines Handys auf unsichtbar gestellt werden. Dann ist es schwerer, das Handy zu orten. Allerdings gab es auch Angriffe auf Handys, deren Bluetooth-Name unsichtbar war. Denn die grundlegende Bluetooth-Funktion ist dann noch immer aktiv. Sicherer ist es, Bluetooth am Handy ganz auszuschalten, wenn es nicht benutzt wird. Besonders an öffentlichen Plätzen kann es gefährlich sein, wenn Bluetooth aktiviert ist. Außerdem sollte man sich gut überlegen, mit wem man eine Bluetooth-Paarung macht. Und wenn es keine dauerhafte Verbindung zwischen zwei Geräten sein soll, sollte die Verbindung nach dem Tausch von Daten wieder gelöscht werden. Sonst kann einem leicht etwas untergeschoben werden.
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Wie es sich anfühlt wenn das eigene Handy gehackt wird beschreibt ein Nutzer in diesem Forum. - Umfangreiches Handbuch zur Sicherheit von Funktechnik.
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