Handynutzung am Steuer erhöht Unfallgefahr
Kategorie:
Sicherheit
30/11/09
Junge Autofahrer, die gerade erst ihren Führerschein gemacht haben, verursachen häufiger Unfälle als Fahrer mit Erfahrung. Durch Handynutzung am Steuer wird dieses Unfallrisiko noch erhöht. Denn bei Telefonaten und vor allem beim Schreiben einer SMS wird der Fahrer vom Verkehr abgelenkt. In einer amerikanischen Studie wurden jetzt viele Teenager zu diesem Thema befragt. Dabei kam heraus, dass ein Handy in der Hand des Fahrers keine Seltenheit ist.
US-Führerschein ab 16
Für die Studie des gemeinnützigen PEW-Instituts wurden amerikanische Teenager zwischen 12 und 17 Jahren befragt. In den USA darf man schon mit 16 Jahren den Führerschein machen, einige der Befragten waren also schon Autofahrer.
Ablenkung durch Handys
Wer am Steuer telefoniert wird abgelenkt. Nach Angaben des PEW-Instituts wird ein Fahrer durch ein Telefonat stärker abgelenkt, als wenn der Gesprächspartner im Auto sitzt. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass mehr als die Hälfte (52 Prozent) der amerikanischen Handybesitzer zwischen 16 und 17 schon telefoniert haben, während sie ein Auto gesteuert haben.
SMS am Steuer
Die SMS-Nutzung hinterm Steuer lenkt noch mehr vom Straßenverkehr ab und gilt inzwischen als hohes Unfallrisiko. Trotzdem gibt jeder dritte Teenager (34 Prozent) zwischen 16 und 17 Jahren an, schon SMS genutzt zu haben, während er ein Auto gesteuert hat. Diese Zahl bezieht sich nur auf die Jugendlichen, die auch SMS nutzen. Überträgt man die Ergebnisse auf alle amerikanischen Teens, dann kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass etwas jeder vierte Amerikaner zwischen 16 und 17 schon hinterm Lenkrad SMS genutzt hat.
Auch die Eltern nutzen Handys
Nicht nur Jugendliche lassen sich beim Fahren eines Autos durch Handys ablenken, sondern auch viele Erwachsene und Eltern. So berichten 48 Prozent der befragten Teenager zwischen 12 und 17 Jahren, dass sie es erlebt haben, dass der Fahrer SMS genutzt haben. 40 Prozent berichten sogar davon, dass sie schon im Auto saßen, während der Fahrer ein Handy benutzt hat und dadurch sich selbst oder andere in Gefahr gebracht hat.
Kontakt trotz Gefahr
Amanda Lenhart vom PEW Internet & American Life Project sagt zu den Ergebnissen der Studie: “Viele Teenager wissen, wie gefährlich es ist, hinter dem Lenkrad SMS zu nutzen. Aber das Bedürfnis mit Freunden oder Familie im Kontakt zu bleiben ist für Teenager und ihre Eltern oft so stark, dass die Sicherheit in den Hintergrund rückt.”
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Links zum Thema
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Ergebnisse der PEW-Studie können in diesem englischsprachigen PDF nachgelesen werden. - SMS verursacht tödlichen Unfall handysektor berichtet über britisches Gerichtsurteil.
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