Handy-Verbot?
Kategorie:
Dies und Das
09/04/06
Auf einigen deutschen Schulhöfen werden Gewaltvideos und Pornovideos über Bluetooth mit dem Handy getauscht. Das ist seit einem Vorfall im Mai 2005 in Tübingen bekannt. Im März 2006 brach eine Welle der Empörung los und Politiker, Lehrer, Schüler und Eltern fragen sich, was jetzt zu tun ist. Es gibt erste Handy-Verbote für bayerische Schulen.
Happy-Slapping
Doch nicht nur Videos, die aus dem Internet ihren Weg auf die Handys gefunden haben, bereiten Sorge. Es kam schon vor, dass Jugendliche andere Menschen verprügelt haben, um die Szenen mit dem Handy zu filmen. Experten nennen das dann Happy-Slapping. In Spanien und England ist es dadurch sogar zu Todesfällen gekommen.
E-Bullying / Cyberbullying
Es gibt ernst zu nehmende Berichte darüber, dass Jugendliche ihre Schulkameraden mit dem Handy tyrannisieren. Beleidigende SMS oder Anrufe können so rund um die Uhr zur Qual werden.
Abziehen und Abzocke
Die englische Polizei sieht die Hälfte aller Straßenkriminalität mit dem Handy oder MP3-Player verbunden. Auch in Deutschland werden Jugendliche und Kinder Opfer von Raub oder Erpressung und zunehmend geht es dabei um mobile elektronische Geräte.
Persönlichkeitsrechte
Heimliche Tonaufnahmen oder mit dem Handy gemachte Fotos und Videos werden ins Internet gestellt, ohne dass der Betroffene zustimmt. Das kann äußerst unangenehm werden. Manche Bilder werden nie wieder aus dem Internet verschwinden.
E-Mail an: redaktion@handysektor.de
Mit dem Handy sind weitere mögliche Probleme, wie Handystrahlung oder Handyschulden verbunden. Wenn jemand einen guten Vorschlag hat, wie die Probleme rund um das Handy in den Griff zu bekommen sind oder uns seine Meinung zu dem Thema “Handy-Verbot” mitteilen möchte, kann er oder sie .(JavaScript must be enabled to view this email address) schreiben.
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- Saarlands Bildungsminister Jürgen Schreier fordert “Softhandy” gegen Verbreitung von Gewaltszenen
externer Link, will aber kein generelles Handy-Verbot an Schulen. - T-Mobile
externer Link hat eine kostenfreie Hotline zum Thema jugendgefährdende Videos und Bilder auf dem Handy eingerichtet. Rufnummer 0800/3388776. - Das Kollegium einer Realschule diskutiert ein Handy-Verbot.
externer Link Schüler machen zunehmend heimliche Tonaufnahmen, Fotos und Videos vom Unterricht. - Bayerischer Kultusminister Siegfried Schneider: “Die Schule ist nicht der Ort zum Telefonieren und schon gar nicht für die Verbreitung jugendgefährdender Machwerke. Diesem Erziehungs- und Schutzauftrag muss ein grundsätzliches Nutzungsverbot für Handys in unseren Schulen
externer Link gerecht werden.” - Am 14. Juni 2005 gab es Luxemburg eine Tagung zum Thema “Child safety and mobile phones”
externer Link. Besonders in den Vorträgen aus Spanien und Großbritannien wurde auf Probleme hingewiesen. Ein Fachartikel
externer Link berichtet über diesen Workshop und stellt Fragen. - 890 Leserkommentare
externer Link sind als Reaktion auf die Nachricht über das Handy-Verbot an bayerischen Schulen allein bei “heise online” geschrieben worden. - Englische Wissenschaftler sehen eine Zunahme von E-Bullying / Cyberbullying
externer Link. Das Handy spielt auch hierbei eine Rolle. - An zwei Tübinger Schulen ist Mitte Mai 2005 ein Video einer Hinrichtung aufgetaucht. Das Snuff-Video wurde über die Bluetooth-Schnittstelle von Handy zu Handy getauscht.
- Kultusministerium in Bayern will auch MP3 Player an Schulen verbieten
externer Link. Deutscher Lehrerverband kritisierte das und redet von reinem Aktionismus. - NRW-Landtagsabgeortneter Thomas Jarzombek schlägt Sofortplan zum Schutz der Kinder
externer Link vor. Er fordert einen Jugendschutzmechanismus in den Geräten. Eltern sollen im Handy bestimmte Funktionen mit einem PIN-Schutz deaktivieren oder freischalten können. Mobilfunkbetreiber bieten an, einen regelmäßigen runden Tisch in Sachen Jugendschutz einzurichten. - Schon im März 2003 hat es eine wichtige Tagung in Japan zum Thema “Gewalt, Sicherheit, Mobiles Internet, Handy, Jugendliche und Kinder” gegeben. Viele der heutigen Probleme waren hier schon erkannt
externer Link. - Radiosender sendet heimliche Tonaufnahme
externer Link von dem Wutausbruch eines Lehrers. - Verhaltenskodex einiger Mobilfunkanbieter
externer Link in Deutschland zum Jugendschutz im Mobilfunk wurde Ende September 2005 veröffentlicht. - 14-Jährige Schülerin hat Pornovideos mit dem Handy an ihre Mitschüler weitergegeben
externer Link. Dafür wurde sie für eine Woche vom Unterricht ausgeschlossen. - CSU-Generalsekretär Söder forderte ein absolutes Handy-Verbot an Schulen
externer Link. Die Kultusminister und die GEW widersprechen.
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