Handy hilft Teenagern beim Abnehmen
Kategorie:
Anwendungen
03/09/08
Immer mehr Jugendliche haben Übergewicht. Der Grund: falsche Ernährung und zu wenig Bewegung. Das Fraunhofer-Institut testet zusammen mit einer Klinik auf der Ostseeinsel Usedom eine neue Methode, um übergewichtigen Jugendlichen zu helfen. Die Teenager fotografieren ihr Essen mit der Handykamera und ein Sensor im Handy erkennt, ob es mal wieder Zeit für Bewegung ist.
Gesundheitsrisiko
Übergewicht ist ungesund und erhöht das Risiko, krank zu werden. Aber immer mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland sind zu dick. In den letzten zwanzig Jahren hat sich der Anteil übergewichtiger Jungen verdoppelt - der von Mädchen sogar verdreifacht. Als Gründe für diese Entwicklung werden vor allem falsche Ernährungsgewohnheiten und Bewegungsmangel genannt.
Neue Lösung
Seit Anfang Mai versuchen etwa 100 übergewichtige Teenager zwischen 11 und 17 Jahren abzunehmen und anschließend ihr Gewicht zu halten. Dafür werden sie die nächsten Wochen und Monate in der Medigreif-Inselklink verbringen. Die Fachklinik für Kinder und Jugendmedizin liegt auf der Ostseeinsel Usedom. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD Rostock wird die Ernährungs- und Bewegungssituation der Teenager beobachtet und unterstützt. Sony Ericsson Deutschland und Vodafone unterstützen das Projekt.
Handy als Helfer
Die Teenager haben immer ein Handy dabei, denn das ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Im Handy stecken Bewegungssensoren, welche die körperliche Aktivität erfassen. Die Sensoren erkennen Bewegungsmuster wie “Ruhe”, “Laufen”, “Hüpfen” oder “Radfahren”. Wenn ein Teenager sich zu lange nicht bewegt hat, wird es vom Handy daran erinnert. Wenn er sich viel bewegt, gibt das Handy eine positive Rückmeldung. Die Handys können auch nach dem Klinikaufenthalt zuhause weiter benutzt werden, um den gesunden Lebensrhythmus beizubehalten.
Essen fotografieren
Das Handy hilft auch dabei, das Essverhalten zu überprüfen. Übergewichtige Patienten müssen nicht mehr handschriftlich festhalten, was sie wann gegessen haben. Die Teenager können einfach alle Mahlzeiten fotografieren und die Bilder an ihren Ernährungsberater schicken, um über die Ernährungssituation zu sprechen. Gerald Bieber vom Fraunhofer-Institut sagt zum neuen Angebot: “Die Möglichkeit, die Aktivität und Ernährungssituation von Patienten kontinuierlich mit nur einem tragbaren Standardhandy beobachten und analysieren zu können, ist entscheidend für den Erfolg medizinischer Langzeittherapien”.
Beitrag drucken
weiterempfehlen
E-Mail an Redaktion
Permalink
nach oben
Links zum Thema
- Handys erkennen Bewegung: Neue Gesundheitsberatung für Kids
externer Link
Pressemitteilung vom Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD Rostock. - Spielen ist gesund! Mit dem Glucoboy wird der Gameboy zum medizinischen Gerät.
- Schlanke Computer In Bayern sollen Taschencomputer für gesundes Essverhalten sorgen.
- Rindfunk Aus gesundheitlichen Gründen werden Kühe mit Sensoren und Funk ausgerüstet.
- Mit dem Handy das Taschengeld im Griff Das Handy kann auch bei der Finanzkontrolle helfen.
- Laptops zum Schütteln handysektor berichtet über Bewegungssensoren in Laptops.
Bestellmöglichkeit
Die handysektor Flyer "Apps to go / Smartphone, App & Satellit", "Opfer, Schlampe, Hurensohn. Gegen Mobbing", "Handy, Kongo, Müllalarm. Für die Umwelt mobil", "DAS NETZ VERGISST NICHTS!", "VOLL PORNO", "FERTIGMACHEN ist TABU", "Respekt und Würde" und "Tipps to go" sind ab sofort über den Warenkorb der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)
externer Link kostenlos zu bestellen.
Top Downloads
- Flyer "Apps to go / Smartphone, App & Satellit"
- Flyer "Opfer, Schlampe, Hurensohn. Gegen Mobbing"
- Flyer "Handy, Kongo, Müllalarm. Für die Umwelt mobil"
- Flyer "DAS NETZ VERGISST NICHTS!"
- Flyer "VOLL PORNO"
- Flyer "FERTIGMACHEN ist TABU"
- Flyer "... und redest selber von Respekt und Würde"
- Broschüre "Gewalt auf Handys"
- Flyer "Tipps to go"
- Broschüre "Handy und Internet - Tipps gegen Kostenfallen"
