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Forscher warnen vor Handystrahlung

Kategorie: Sicherheit
22/09/09

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“Es gibt derzeit eine wissenschaftliche Verunsicherung über die gesundheitlichen Risiken von Mobiltelefonen - deshalb ist die Aussage, dass Handys sicher sind, voreilig und unsicher.” Dieses Zitat stammt von dem Wissenschaftler Dariusz Leszcynski. Gemeinsam mit anderen Experten fordert er bei einer Anhörung vor dem amerikanischen Senat, die Sicherheitsstandards von Handys zu überdenken.

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Experten fordern besseren Schutz
In der US-Hauptstadt Washington fand vom 13. bis 15. September eine internationale Konferenz statt, bei der es um die gesundheitlichen Risiken von Mobiltelefonen ging. Die versammelten Wissenschaftler aus aller Welt forderten auch bei einer Anhörung vor dem amerikanischen Senat, dass die Bevölkerung besser geschützt werden sollte. Darüber berichtet der Infodienst CNETexterner Linkexterner Link. Der anerkannte Strahlungsexperte Leszcynski aus Finnland vertrat zum Beispiel die Ansicht, dass die “Sicherheitsstandards von Mobiltelefonen nicht ausreichend begründet sind, weil es noch zu wenige Untersuchungen zur Handynutzung von Kindern und über die Belastungen von Menschen über einen langen Zeitraum gibt”.

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SAR-Wert nicht ausreichend
Bislang wird über den SAR-Wert angegeben, welche Belastung für den Körper von den verschiedenen Handymodellen ausgeht. Beim SAR-Wert wird gemessen, wie stark sich ein durchschnittlicher Kopf erhitzt, wenn ein Handy ans Ohr gehalten wird. Professor Martin Blank von der Columbia University hält die jetzigen Standards für “unangemessen und irreführend. Die Erhitzung von Gewebe bedeutet gar nichts. Man braucht eine bestimmte Menge an Energie um eine Veränderung der DNA auszulösen. Aber diese Energiemenge kann auch erreicht werden, bevor die Temperatur messbar ansteigt. Die Leute sollen glauben, dass diese Werte etwas sagen, aber das tun sie nicht.”

SAR-Wert ungenau
In den USA gilt ein SAR-Grenzwert von 1,6 Watt/kg. In Deutschland dürfen Handys mit einem SAR-Wert von maximal 2 Watt/kg verkauft werden. Als strahlungsarm gelten Handys mit einem Wert von unter 0,6 Watt/kg. Allerdings kann der SAR-Wert auch bei den gleichen Handymodellen von Gerät zu Gerät unterschiedlich sein, denn es wird nur einziges Gerät getestet. Dazu sagt Om Gandhi von der University of Utah: “Die Hersteller geben zu, dass es bei Geräten mit derselben Mobdellnummer beim SAR-Wert Schwankungen im Verhältnis 2:1 geben kann. Dadurch gibt es keinen Weg für den durchschnittlichen Handynutzer, um herauszufinden, welchen SAR-Wert sein Gerät denn nun wirklich hat.” Gandhi empfiehlt den Handynutzern deshalb, ein Gerät zu kaufen, bei dem der angegebene SAR-Wert möglichst gering ist.

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Wichtiger Schritt
Für die Wissenschaftlerin Devra Davis aus Pittsburgh war die Konferenz und die Anhörung im amerikanischen Senat der Beginn eines offenen Dialoges: “Unsere Kinder und Enkel werden uns in Zukunft danken, dass sie sicherere Geräte nutzen können. Denn wir sind an diesem historischen Moment einen wichtigen Schritt gegangen, um ein solides Forschungsprogramm zu entwickeln, auf dessen Grundlage verbesserte Technologie entstehen kann”. Wer schon jetzt damit anfangen will, sich besser vor möglichen gesundheitlichen Gefahren des Mobilfunks zu schützen, findet beim handysektor praktische Tipps


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