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EU testet soziale Netze

Kategorie: Sicherheit
31/10/11

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Soziale Netzwerke könnten viel mehr tun, um die Privatsphäre Minderjähriger zu schützen. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführte Untersuchung. Deshalb plant die EU eine neue Initiative zu starten, um Kinder auf den Umgang mit den neuen Technologien vorzubereiten und sie dabei besser zu schützen. Schon 2009 hat die EU Kommission die Vereinbarung “Grundsätze für sichere soziale Netze in der EU“ auf den Weg gebracht, die inzwischen von 21 Unternehmen als Selbstverpflichtung unterzeichnet wurden.

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Grundsätze umgesetzt?
Die “Grundsätze für sichere soziale Netze in der EU“ wurden von folgenden Unternehmen unterschrieben: Arto, Bebo, Dailymotion, Facebook, Giovani, Google, Hyves, Microsoft Europe, MySpace, Nasza-klasa, Netlog, One, Rate, Skyrock, VZnet Netzwerke, Stardoll, Sulake, Tuenti, Yahoo! Europe, Zap und Wer-kennt-wen. Viele dieser Netzwerke sind nur in einzelnen europäischen Ländern aktiv und hierzulande unbekannt. In der aktuellen Testrunde hat die EU Kommission bei neun Unternehmen geprüft, ob die Vereinbarungen zum Schutz der Kinder im Online-Umfeld umgesetzt wurden.

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Testergebnisse
Nur zwei von neun untersuchten Websites zur sozialen Vernetzung (Habbo Hotel und Xbox Live) haben Standardeinstellungen, bei denen die persönlichen Profile Minderjähriger nur von ihren genehmigten Kontakten eingesehen werden können. Immerhin geben die meisten getesteten Websites den Kindern und Jugendlichen altersgerechte Informationen und beantworten Hilfsanfragen innerhalb eines Tages. Zwei Websites (Dailymotion und Windows Live) garantieren, dass Minderjährige standardmäßig nur von Freunden mit öffentlichen oder privaten Mitteilungen kontaktiert werden können. Bei allen getesteten Websites kann jedermann Freundschaftsanfragen an Minderjährige schicken. In sechs sozialen Netzen können die Profile Minderjähriger durch “Freunde von Freunden” direkt eingesehen werden.

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Internet sicherer machen
Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission, erklärte dazu: “Junge Leute haben online viel Spaß und finden große Vorteile in sozialen Netzen, sind sich aber häufig der Risiken – z. B. der Gefahr unsittlicher Belästigungen – nicht ausreichend bewusst. Soziale Netze müssen ihre Verantwortung gegenüber diesen Kindern und Jugendlichen sehr ernst nehmen. Ich habe die Absicht, dieses Thema im weiteren Jahresverlauf mit einer umfassenden Strategie aus Schutz- und Befähigungsmaßnahmen anzugehen, um das Internet zu einem sichereren Ort für Kinder zu machen.”


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