Elektrogeräte fressen immer mehr Strom
Kategorie:
Geräte
25/05/09
Jeden Tag nutzen wir elektrische Geräte zur Information, Kommunikation und Unterhaltung. Diese Geräte verbrauchen Strom - und das nicht zu knapp. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) nimmt der Strombedarf von TV, Computer, Handy und Co. stetig zu. Das liegt vor allem an der schnell wachsenden Zahl der Geräte. Wenn sich nichts ändert, soll sich der Strombedarf der Elektrogeräte bis zum Jahr 2030 verdreifachen. Deshalb fordert die IEA von der Politik Regelungen, damit Energie effizienter genutzt wird.
Ökodesign
Bei der Entwicklung von Elektrogeräten wird zunehmend auch auf Ökodesign geachtet, damit weniger Strom verbraucht wird. Dazu sagte Nobuo Tanaka, der Direktor der Internationalen Energieagentur, anlässlich der Veröffentlichung der IEA-Studie
externer Link “Gadgets and Gigawatts”: “Es sind Verbesserungen zu erwarten, hinsichtlich einer effektiven Stromnutzung von Elektrogeräten. Diese Einsparungen werden jedoch überschattet vom weltweit steigenden Technikbedarf.”
Technikbedarf
Laut IEA wird es demnächst mehr als eine Milliarde Menschen geben, die einen Computer nutzen. Über zwei Milliarden Fernsehgeräte laufen schon jetzt in den Haushalten, die einen Stromanschluss haben. Über die Hälfte der Weltbevölkerung nutzt ein Mobiltelefon und die Zahl der Geräte, die mit einem externen Netzteil betrieben werden, ist auf über 5,5 Milliarden gestiegen. Derzeit wird rund 15 Prozent des privaten Strombedarfs dafür verbraucht, um die verschiedenen Informations- und Kommunikationsgeräte zu speisen. Doch dieser Anteil wird voraussichtlich weiter steigen. Wenn sich an der jetzigen Entwicklung nichts ändert, wird sich der Strombedarf dieser Elektrogeräte nach Sicht der Internationalen Energieagentur bis zum Jahr 2022 verdoppeln, und bis zum Jahr 2030 verdreifachen.
Handlungsbedarf
Für IEA-Direktor Tanaka besteht deshalb ein dringender Handlungsbedarf: “Viele mobile Geräte nutzen Energie bereits sehr viel effizienter als Geräte, die ständig am Stecker hängen. Weil eine lange batteriebetriebene Betriebsdauer ein wichtiger Verkaufsgrund ist, bemühen sich Hersteller darum, dass ihre Produkte möglichst wenig Strom brauchen. Diese Beispiele zeigen, was alles erreicht werden kann. Und dort wo keine wirtschaftlichen Gründe greifen, sollte sich die Politik einschalten, damit wirkliche alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um Energie effizient zu nutzen.”
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Links zum Thema
- IEA expects energy use by new electronic devices to triple by 2030
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Pressemitteilung der International Energy Agency (IEA) zum Thema. - Gadgets and Gigawatts
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Zusammenfassung der IEA-Studie Gadgets and Gigawatts als PDF. - EU will Öko-Netzteile handysektor berichtet über Energiespar-Forderungen aus Brüssel.
- Ein Ladegerät für alle Handys EU Kommission fordert einheitliche Handy-Netzteile.
- Greenpeace bewertet Elektrogeräte Umweltschutzorganisation bewertet Firmen beim Ratgeber Grüne Elektronik.
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