Die Zukunft des Internets
Kategorie:
Gute Seiten
09/03/07
Der Erfinder des World Wide Web setzt sich für ein Internet ohne Schranken ein. Offene Standards und ein neutraler, diskriminierungsfreier Zugang für alle sind für Sir Timothy Berners Lee die Grundlagen des Internets. Und die müssen auch bei der Ausweitung des Webs auf mobile Geräte gelten, damit es viele Weiterentwicklungen gibt.
Die Erfindung des World Wide Web
Sir Timothy Berners Lee gilt als der Erfinder des World Wide Web. Er wollte ein offenes System, mit dem sich verschiedene Computer austauschen können, unabhängig von ihrer jeweiligen Hardware und Software. So entstand 1990 die erste Website mit dem Standard HTML. Heute gibt es Milliarden von Internetseiten. Das Web konnte sich nach Ansicht von Berners Lee so erfolgreich entwickeln, weil es offene technische Standards gab, die von jedem kostenlos genutzt werden konnten. Eine weitere Grundlage für den Erfolg des Webs ist für Sir Tim die grenzenlose Freiheit der Links, mit denen man von jedem Teil des Internets auf jeden anderen verweisen kann.
Das neutrale Netz
Auch das Internet besteht aus Hardware und Software. Zur Hardware gehören große Servercomputer, lange Kabel, Breitbandverbindungen oder ältere Modems. Sie bilden zusammen die Straßen, auf denen die Daten und Inhalte der einzelnen Websites unterwegs sind. Die Infrastruktur des Internets wird unabhängig vom Inhalt genutzt. Damit dies so bleibt, fordert Berners Lee Net Neutrality. Der Betreiber eines Netzes soll keinen Einfluss darauf haben, welche Inhalte durch seine Leitungen geschickt werden: Wer für den technischen Zugang zum Internet bezahlt, soll sich auf dessen Straßen frei bewegen können. Diese Neutralität ist in Gefahr, weil große Netzwerkbetreiber gerne Inhalte kontrollieren möchten, um damit Geld zu machen.
Das leere Blatt
Sir Berners Lee setzt sich derzeit für ein offenes Web ein. Er hat kürzlich vor dem amerikanischen Kongress über die Zukunft des World Wide Web geredet
externer Link. Dort hat er darauf hingewiesen, dass große Erfindungen im Netz nur möglich waren, weil es kaum Einschränkungen für die Bastler in ihren Garagen gab. Nur durch diese Freiheit waren Entwicklungen wie ebay oder Google möglich. So hat Berners Lee in Washington gefordert: “Man muss sicherstellen, dass das Web ein leeres Blatt Papier bleibt, eine leere Leinwand, etwas, das nicht die Neuerungen behindert, die schon hinter der nächsten Ecke warten können.” Die Struktur des Webs soll also Weiterentwicklungen ermöglichen und fördern, nicht kontrollieren und verhindern.
Das mobile Netz
Auch auf der 3GSM, der größten Mobilfunkmesse der Welt in Barcelona, hat Berners Lee eine Rede gehalten
externer Link. Denn das World Wide Web landet auf immer mehr mobilen Geräten. Berners Lee meint, dass man das bestehende Web nicht einfach auf Handy und Co übertragen sollte. Es sollte ganz neue Erfindungen und Entwicklungen geben, die man sich jetzt noch gar nicht vorstellen kann. Damit es diese Entwicklungen geben kann ist es allerdings wichtig, dass es offene Standards gibt und dass jeder das Web nutzen kann, egal, was für eine Soft- oder Hardware er benutzt, welcher Provider seine Verbindung zum Internet herstellt, welche Sprache er spricht oder was für Behinderungen er hat. Berners Lee sieht im mobilen Netzen auch eine große Chance für ärmere Länder, in denen es wenig Computer und Telefonleitungen gibt.
Das weltweite Netz
Der Erfinder des World Wide Web hat die Hoffnung, Menschen auf der ganzen Welt zu verbinden und so die Vielfalt von Kulturen und Ideen zu fördern. Für Sir Berners Lee besteht eine Gesellschaft aus der Kommunikation von Menschen. Und das World Wide Web verbindet Technik und Gesellschaft, es besteht also aus Computern und den Menschen, die davor sitzen. Um die digitale Spaltung zwischen reichen und armen Ländern zu überwinden und so für weltweiten Austausch zu sorgen arbeitet Berners Lee derzeit unter anderem an günstigen Geräten für mobiles Internet, die in Entwicklungsländern genutzt werden können.
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- Internet-Vater kämpft für offenes Web
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ZDNet.de berichtet über Rede von Berners Lee in Washington. - Sir Tim Berners-Lee Gives Congress Vision Of The Future
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Englischsprachiger Bericht von InformationWeek über Berners Lee beim US-Kongress. - The Future of the World Wide Web
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Sir Timothy Berners Lees Rede vom 1. März 2007 als PDF. - Digital Future of the United States
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Beim amerikanischen Kongress kann man sich die Anhörung auch als Webcast ansehen. - The Mobile Web
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Englischer Vortrag von Berners Lee auf der 3GSM am 12. Februar 2007. - Net Neutrality: This is serious
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In seinem englischsprachigen Blog setzt sich Sir Tim für Neutralität ein. - Videostatement zur Net Neutrality
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Seine Forderung nach Netz-Neutralität hat Berners Lee auch auf Video gebannt.
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