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Die Grünen wollen es genau wissen

Kategorie: Sicherheit
01/05/07

Seit 2002 wird im Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF) untersucht, welche Wirkungen elektromagnetische Strahlung auf den menschlichen Körper hat. Eigentlich soll das DMF im Jahr 2008 zu Ende sein. Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen fordert eine Verlängerung bis 2012, mit Geldern der Regierung und der Industrie.

DMF beim BfS
Das Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF) wird vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) durchgeführt. Für das Programm mit vielen einzelnen Forschungsprojekten stehen insgesamt 17 Millionen Euro zur Verfügung. Eine Hälfte kommt vom Bundesumweltministerium - die andere Hälfte von der Mobilfunkindustrie. Trotz der finanziellen Beteiligung haben die Mobilfunkbetreiber kein Mitspracherecht bei der Auswahl der Forschungsprojekte oder der Auswertung der Ergebnisse.

Breite Forschung
Die Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung auf den menschlichen Körper werden in vielen Ländern untersucht. Das DMF ist ein Teil dieser internationalen Forschung. Der Ansatz der Forscher ist breit gefasst und geht über den derzeit genutzten GSM und UMTS-Bereich hinaus. Auch die Wirkungen von Handystrahlung sind noch nicht endgültig untersucht worden.

Strahlungswirkung vom Alter abhängig?
Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat einen Antrag im Bundestag gestellt, damit das DMF bis 2012 verlängert wird. Dann soll vor allem untersucht werden, ob die Wirkung von Strahlung vom Alter abhängt und zum Beispiel jüngere Menschen stärker gefährdet sind. Außerdem wollen die Grünen, dass langfristige Wirkungen auf den Menschen untersucht werden und die Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung auf Tiere und Pflanzen.

Fortsetzung des DMF
Bislang liegt der Antrag der grünen Bundestagsfraktion vor, die fordert, dass das Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm lückenlos fortgesetzt wird. Dieser Antrag muss vom Deutschen Bundestag verabschiedet werden. Dann ist die Bundesregierung aufgefordert, Gespräche mit den vier Mobilfunknetzbetreibern aufzunehmen, damit diese sich an den Kosten für die Weiterführung des DMF beteiligen. Außerdem soll die Regierung, zu der auch das Bundesumweltministerium gehört, selbst mindestens fünf Millionen Euro bereitstellen.

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