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Cyberbullying ist weltweites Problem

Kategorie: Sicherheit
02/11/07

Immer häufiger wird über Cyberbullying an Schulen berichtet. Schüler mobben andere Schüler oder Lehrer über SMS, Instant Messenger, Chat, Foren oder das Veröffentlichen von Bildern und Videos. Auch in Japan wird nach Wegen gesucht, Cyberbullying zu begegnen. Besonders nachdem sich ein 18-jähriges Mobbingopfer das Leben genommen hat.

Bedrohung übers Internet
Im Juli 2007 hat sich ein 18-jähriger Student in der japanischen Stadt Kobe in den Tod gestürzt, nachdem Mitschüler ihn bedroht und Geld gefordert haben. Das geschah über ein Internetportal, auf dem Foren für verschiedene Schulen eingerichtet sind und in dem die Nutzer ihre Beiträge anonym veröffentlichen. In den Foren tauchen Handynummern und Mailadressen von Mobbingopfern auf. Nur wenn die vollen Namen von Schülern veröffentlicht werden, löschen die Betreiber der Seite Einträge. Darüber berichtet die Zeitung “Japan Times”, die auch feststellt, dass Schulen nur langsam auf diese Formen des elektronischen Mobbings reagieren.

Schulen müssen reagieren
Die Verantwortlichen in vielen japanischen Schulen sind sich laut “Japan Times” gar nicht bewusst, dass für ihre Schule ein Online-Forum besteht. In diesen Foren werden auch ganz harmlose Dinge besprochen, aber es kommt immer wieder zu Beleidigungen und Bedrohungen. Deshalb beobachten einige Lehrer das Forum ihrer Schule und sorgen dafür, dass Einträge mit persönlichen Anfeindungen gelöscht werden.

Beschwerden nehmen zu
Die japanische Polizei berichtet, dass immer mehr Beschwerden über Onlinebelästigungen eingehen. Im letzten Jahr haben sich über 8000 Menschen deshalb an die Polizei gewandt. Der Pädagogik-Professor Wakio Oyanagi ist der Ansicht, dass das Problem gemeinsam angegangen werden muss: “Lehrer, Kinder und Eltern sollten sich für spezielle Schulaktionen zusammentun und gemeinsam mit Kommunikation im Netz befassen.” Außerdem fordert Professor Oyanagi systematische Unterstützung von der Regierung.

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