Überall Fingerabdrücke
Kategorie:
Sicherheit
19/01/06
Ein Fingerabdruck ist ein einmaliges Körpermerkmal, über das ein Mensch erkannt werden kann. Solche biometrische Daten werden immer häufiger digital gespeichert. Die Polizei testet jetzt mobile Geräte, um unterwegs Fingerabdrücke scannen zu können. Die Daten werden direkt mit über 3 Millionen Abdrücken im Archiv des BKA verglichen.
Schneller Eindruck vom Abdruck
Das Testprojekt heißt “Fast Identification”, weil es um “schnelle Identifizierung” geht. Denn bislang konnten Fingerabdrücke nur in einer Polizeidienststelle mit dem Datenbestand verglichen werden. Das Projekt läuft seit Anfang 2005. Zunächst wurden Scanner eingesetzt, in denen bis zu 50.000 Fingerabdrücke gespeichert waren. Jetzt wird ein neues System getestet. Die gescannten Abdrücke der Zeigefinger werden über Funk an das Bundeskriminalamt (BKA) geschickt. Dort gibt es ein automatisiertes Fingerabdruck-Identifizierungs-System mit etwa 3,2 Millionen gespeicherten Datensätzen von Straftätern.
Fingerspitzengefühl zur Fußball WM
Die Polizei nimmt Fingerabdrücke, um Personen eindeutig zu erkennen. Zum Beispiel dann, wenn keine Ausweise griffbereit sind oder wenn Straftaten befürchtet werden. Das neue System wurde und wird zum Beispiel bei sportlichen Großveranstaltungen ausprobiert, bei denen oftmals Gewalttäter auftreten. So ist auch ein Einsatz bei der Fußball WM geplant. Bei der Weltmeisterschaft spielen noch mehr personenbezogene Daten eine Rolle: So sollen auch Kameras eingesetzt werden, über die biometrische Gesichtsmerkmale erkannt werden. Zudem sollen die WM Tickets mit RFID-Chips ausgestattet werden, auf denen Daten des Besitzers gespeichert sind. Diese Technik wird von manchen Datenschützern kritisiert.
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- Das Bundeskriminalamt testet mobile Fingerabdruckscanner
externer Link, um besonders bei Großveranstaltungen mögliche Straftäter zu erkennen. Die Pressemeldung des BKA
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