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Bahn macht mobiler

Kategorie: Netzwerk
30/04/08

Die Deutsche Bahn rüstet ihre ICE-Züge auf, damit die Reisenden in Zukunft überall guten Handyempfang haben. Wer keine Lust hat, die Gespräche der Sitznachbarn zu hören, kann sich in einen Ruhebereich setzen. Auch WLAN im Zug wird ausgebaut. Erste ICE fahren schon als rollende Hotspots durch die Lande.

Telefonzelle auf Rädern
“Ich bin im Zug, mein Empfang ist ganz schlecht!” Solche Sätze soll man in Zukunft nicht mehr hören - zumindest nicht in den rund 250 ICE-Zügen der Deutschen Bahn. Denn in Kooperation mit den vier Mobilfunknetzbetreibern T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 rüstet die Bahn ihre ICE-Flotte mit sogenannten Repeatern auf. Die kleinen Geräte verstärken das Signal und verbessern so den Empfang im GSM-Netz.

Ruhe bitte
Aber auch wenn sich der Handyempfang im ICE künftig verbessert, ist das Telefonieren nicht überall im Zug erwünscht. Im Bordrestaurant und in ausgewiesenen Ruhebereichen sollen die Handys aus bleiben. Die Ruhebereiche sind durch kleine Bilder gekennzeichnet, auf denen ein Männchen den Zeigefinger vor den Mund hält. Ein Platz in dieser telefonierfreien Zone kann gezielt reserviert werden. Das gilt auch für die ausgewiesenen Handybereiche, die durch ein Bild mit einem Handy gekennzeichnet sind.

Hotspot auf Rädern
Die Bahn baut gemeinsam mit T-Mobile auch ihr WLAN-Angebot aus. Schon jetztexterner Linkexterner Link fahren einige ICE durch die Lande, die einen Internetzugang über WLAN anbieten. Du erkennst die Züge an einem rosafarbenen “HotSpot”-Schild. Wer über WLAN ins Netz geht, landet zunächst auf einem kostenlosen Informations- und Unterhaltungsportal. Die Daten für dieses Startangebot liegen auf einen kleinen Server im Zug. Wer aus dem Zug heraus auf das echte Internet zugreifen möchte, muss dafür Gebühren an T-Mobile zahlen.

Surfen bei 300 km/h
Der Aufbau von WLAN im Zug ist gar nicht so einfach. Denn der Zug benötigt auch bei hohem Tempo eine schnelle Datenverbindung ins Internet. T-Mobile nutzt dafür einerseits ihr UMTS-Netz. Durch die Bündelung von mehreren Kanälen können damit große Datenmengen durch die Luft verschickt werden. In Bahnhöfen kann dann teilweise auf ein bestehendes WLAN-Netz zugegriffen werden. Die Reisenden, die im ICE sitzen, bekommen von diesem Wechsel nichts mit. Wer zum Beispiel mit einem Laptop online geht, meldet sich nämlich bei einem Access-Server im Zug an. Dort werden alle WLAN-Geräte koordiniert.

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