Als die Plakate sprechen lernten
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26/08/05
Stell dir vor, du läufst an einem Plakat der Band Coldplay vorbei und plötzlich klingelt dein Handy. Es fragt dich, ob du einen Videoclip oder einen Song bekommen möchtest. Wenn du das bejahst, wird dir per Bluetooth kostenlos eine Datei geschickt.
Blaue Plakate
In London wurde diese Werbeaktion getestet. Hinter den Plakaten waren Bluetooth-Sender angebracht, die eine Reichweite von etwa 100 Metern hatten. Handys oder PDAs mit eingeschalteter Bluetooth-Funktion wurden erkannt und angefunkt. Diese Technik wurde an sechs Standorten ausprobiert, an denen in zwei Wochen etwa 87 000 vorbei gehende Geräte erkannt wurden. Auf knapp 15 000 dieser Geräte wurden dann auch Daten überspielt.
Blaue Werbung
Ähnliche Bluetooth-Werbeaktionen gab es schon, zum Beispiel in der neuen Allianz-Arena. Für die Wirtschaft ist das ein attraktiver Weg, um Kunden zu erreichen. Und eigentlich ist diese Art der Bluetooth-Werbung auch ungefährlich. Aber du solltest trotzdem aufpassen, was du dir auf dein Handy lädst. Selbst die Firma, die die Coldplay-Aktion in London durchgeführt hat, warnt davor, dass mit Bluetooth kritische Anwendungen verschickt werden können. Sie rät zum Beispiel dazu, nur dann eine Java-Anwendung zu laden, wenn man sich absolut sicher ist, dass man der Quelle vertrauen kann.
Blauäugig
Die öffentliche Verwendung von Bluetooth kann dazu missbraucht werden, Viren zu verschicken oder sich Zugang auf dein Handy zu verschaffen. Deshalb solltest du immer wachsam sein, wer dir was zuschicken möchte. Und um nicht von jedem Plakat einfach angesprochen zu werden, kannst du das Bluetooth an deinem Handy auch ausschalten. Das spart außerdem Strom. Und wenn du Bluetooth zum Beispiel für dein Headset brauchst, dann solltest du die Sichtbarkeit deines Handys ausstellen. Wie das geht, kannst du dir hier auch anschauen.
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- Werbung mit Bluetooth.
externer Link (Link nicht mehr aktiv, 14.06.2006)
Die englische Firma “Filter UK Limited” hat unter anderem Werbeplakate für Coldplay aufgestellt, die Dateien an Bluetooth-Geräte verschicken. Auf der kommerziellen Seite in englischer Sprache wird die von der Firma als “BlueCast” bezeichnete Technik erklärt und vor dem Download von Java-Anwendungen gewarnt. - Bluetooth Handy-Hotspot.
externer Link
Die deutsche Firma “Blue Cell Networks GmbH” bietet mit dem Produkt “beamzone” die Übertragung von Dateien auf Bluetooth-Geräte zu Werbezwecken an. Auf der Internetseite der Firma wird die Technik anschaulich demonstriert.
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