Alles Porno, oder was?
Kategorie:
Sicherheit
13/01/10
Gehören Jugendliche von heute zur “Generation Porno”? Diese Frage wird derzeit in vielen Medien diskutiert, denn noch nie war der Zugang zu Pornografie über das Internet so einfach wie heute. Aber dadurch wird die Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität nicht gerade einfacher. Der handysektor-Flyer “Voll Porno” versucht, Heranwachsenden dabei zu helfen. Und Anfang Februar findet sogar eine Fachtagung zum Thema “Intimität im Netz” statt, auf der Pädagogen überlegen, wie sie mit diesem Phänomen umgehen.
Pornos machen die Runde
“Pornobilder sind für Pubertierende beängstigend und faszinierend zugleich”, schreibt der Kölner-Stadt-Anzeiger in einem Artikel über Pornografie im Internet
externer Link. Gerade für männliche Jugendliche ist es häufig eine Mutprobe, im Kreise von Gleichaltrigen einen Hardcore-Film anzuschauen. Die sexuelle Neugierde in der Pubertät ist ganz normal. Allerdings können Pornofilme verstörend wirken, besonders dann, wenn sie für real gehalten werden. Deshalb ist es wichtig, Jugendliche über die Hintergründe der Pornoindustrie aufzuklären. Im Artikel des Kölner-Stadt-Anzeigers wird empfohlen, dass Eltern sich mit ihren Kindern über das Thema Pornografie unterhalten. Im Online-Forum zum Artikel melden sich allerdings Jugendliche zu Wort, die meinen, “dass Eltern sich da raushalten sollten”.
Intimität im Netz
“Wie stehst DU zu Pornos?”, “Hat das überhaupt was mit dir oder deiner Beziehung zu tun?”, “Wozu unter Druck setzen lassen?” - im Comic-Flyer “Voll Porno” werden Fragen gestellt. Die Antworten sind persönlich und müssen von Jugendlichen selbst kommen, denn Sexualität ist etwas Intimes. Trotzdem werden Fachtagungen über das Sexualverhalten von Heranwachsenden veranstaltet. Denn die Pädagogen in und außerhalb der Schule stellen sich zunehmend die Frage, wie sie die Bedürfnisse von Jugendlichen respektieren und sie gleichzeitig schützen können. Darum geht es auch bei der mekonet-Tagung Intimität im Netz
externer Link am 9. Februar in Bonn.
Jugendmedienschutz
Beim Thema “Pornografie im Internet” geht es auch um den so genannten Jugendmedienschutz. Durch gesetzliche Regelungen sollen Heranwachsende nämlich vor schädlichen Einflüssen durch Medien geschützt werden, die sie in ihrer Entwicklung beeinträchtigen. Im Moment wird der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag überarbeitet. Dort ist geregelt, wie der Jugendschutz und der Schutz der Menschenwürde im Netz gewährleistet werden sollen. Künftig könnte es mehr Jugendschutzprogramme geben, um den Zugang zu Internetseiten je nach Alter der Nutzer einzuschränken.
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Links zum Thema
- Pornos machen problemlos die Runde
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Artikel vom Kölner-Stadt-Anzeiger über Jugendliche und Pornografie im Netz. - Intimität im Netz
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Sexual- und Medienpädagogik zwischen jugendlicher Selbstbestimmung und Gefährdung. Fachtagung von mekonet am 9. Februar in Bonn. - Änderung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV)
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Die geplanten Änderungen des JMStV können hier als PDF nachgelesen werden. - Comic-Flyer “Voll Porno” Der Flyer vom handysektor zum Thema Pornografie greift Fragen nach der Strafbarkeit, verletzten Persönlichkeitsrechten, Rollenbildern, Gewalt, Beziehung, Liebe und Sexualität in kleinen kommentierten Szenen auf.
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