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Ärzte fordern kritischen Blick auf Handynutzung

Kategorie: Sicherheit
06/02/10

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Die Landesärztekammer Baden-Württemberg hat eine Stellungnahme zum Mobilfunkexterner Linkexterner Link veröffentlicht. Die Ärzte fordern dazu auf, sich kritisch mit der Mobilfunknutzung auseinander zu setzen. Denn noch immer ist nicht endgültig bewiesen, ob Handystrahlung sich langfristig negativ auf die Gesundheit auswirkt, oder nicht. Die Ärzte weisen auch auf Probleme rund um das Mineral Coltan hin, dass bei der Handyproduktion nötig ist. Denn durch den Handel mit Coltan werden in Afrika häufig Waffen finanziert.

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Genau Hinschauen
Die Landesärztekammer Baden-Württemberg hält den Mobilfunk grundsätzlich für eine wichtige Sache, die in Notfällen auch Menschen retten kann. Sie fordert aber vor allem von allen Ärzten, dass sie einen kritischen Blick bewahren und offen sind für Sorgen und Ängste aus der Bevölkerung.

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Langzeitfolgen unbekannt
Trotz intensiver Forschung in Deutschland und der ganzen Welt gibt es noch keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür, ob die elektromagnetischen Felder, die beim Mobilfunk zwangsläufig entstehen, Krankheiten erzeugen. Vor allem Langzeitfolgen, die zum Beispiel nach 20 Jahren Handynutzung auftauchen, können gar nicht untersucht werden. Denn der Siegeszug des Handys begann erst vor rund 15 Jahren.

Offenes Ohr
Da die Wissenschaft noch keine endgültigen Erkenntnisse hat, sollten die Ärzte die Bedenken ihrer Patienten ernst nehmen, die zum Beispiel mit Schlaf- oder Konzentrationsstörungen zu ihnen kommen. Der Mobilfunk soll nach Ansicht der Ärztekammer nicht die Schuld für solche Beschwerden bekommen, dürfe aber auch auf keinen Fall verharmlost werden.

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Beobachten und Mitmischen
Die Ärzte fordern von den Handyherstellern, dass sie die SAR-Werte der Handys weiter senken. Sie wollen, dass die verschiedenen Studien zur Handystrahlung besser abgestimmt werden. Und es soll eine Koordinierungsstelle geben, die zum Beispiel auch Meldungen sammelt zu “Mobilfunknebenwirkungen”. Außerdem fordern sie eine breite Diskussion über andere Probleme rund um den Mobilfunk, wie zum Beispiel die zunehmende Überschuldung von Jugendlichen.

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Kämpfe um Coltan
Die Vereinigung der baden-württembergischen Ärzte weist auch auf die Konflikte rund um das Mineral Coltan hin. Aus dem seltenen Coltan wird das Metall Tantal gewonnen, aus dem moderne Handy-Bauteile hergestellt werden. Coltan wird vor allem im afrikanischen Kongo-Becken abgebaut. In dieser Krisenregion gibt es nach Angaben der UNO Kämpfe um die Abbaugebiete, bei denen es viele Tote und Verletzte gibt. Mit dem Geld aus dem Coltanhandel werden auch Kriege in der Region finanziert. Auch dies ist nach Meinung der Ärzte eine Auswirkung der Mobilfunknutzung, über die wir öffentlich diskutieren sollten.


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