Antennen unter der Haut
Kategorie:
Anwendungen
27/08/10
Amerikanische Forscher nutzen Funktechnik in der Medizin. Ein neuartiger Biosensor aus Seide und Gold soll in den Körper implantiert werden. Der Sensor misst bestimmte Proteine und Chemikalien im Körper. Die gesammelten Daten werden dann per Funk aus dem Körper rausgesendet. So können schnell erste Anzeichen einer Erkrankung erkannt werden. Als mögliche Anwendungen sind zum Beispiel eingebaute Geräte zur Messung des Blutzuckers von Diabetikern im Gespräch.
Seide ist super
Die Grundlage für den neuen Biosensor ist Seide. Professor Omenetto von der Tufts University im amerikanischen Medford hält Seide für ein ideales Material für Implantate. Es ist kompatibel mit dem Körper, kann sich geschmeidig dem Gewebe im Körper anpassen und ist gleichzeitig härter als Kevlar. Für den neuartigen Sensor wurde die Seide zunächst eingekocht und dann als Film gegossen, der einen Quadratzentimeter groß ist.
Mit Gold besprüht
Der Seidenfilm wurde hauchdünn mit Gold besprüht. Dabei haben die Wissenschaftler eine extrem feine Schablone benutzt, um verschiedene Muster zu bekommen. Durch die unterschiedlichen Goldmuster reagiert der Seidenfilm auf unterschiedliche Signale aus der Umgebung.
Funk im Körper
Die Antenne aus Seide und Gold reagiert auf elektromagnetische Wellen im Körper. Dafür nutzen die Wissenschaftler sogenannte Terahertz-Signaturen. Das sind ganz schwache Signale, die zum Beispiel von Proteinen oder Enzymen im Körper ausgehen.
Funk aus dem Körper raus
Der neue Biosensor soll künftig so funktionieren, dass er bestimmte Werte im Körper misst und die Daten drahtlos an einen Computer funkt. So können Krankheiten frühzeitig erkannt werden. Bis es so weit ist, wird die wissenschaftliche Entwicklung aber wohl noch einige Jahre dauern.
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Links zum Thema
- An Implantable Antenna
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Bericht über neuartigen Biosensor beim Wissenschaftsmagazin Technology Review. - Bridging disciplines with photonics and silk
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Homepage des Forscherteams rund um Professor Omenetto an der Tufts University. - Twitter erkennt Grippewelle Auch soziale Netzwerke können zur Früherkennung von Krankheiten eingesetzt werden.
- Mobiles Leben im Alter handysektor informiert über Entwicklungen der mobilen Gesundheitsversorgung.
- Wenn das Handy für dich zum Arzt geht handysektor berichtet über weitere Ansätze der Funktechnik in der Medizin.
- Bessere Antenne Auch die technische Entwicklung der Handyantennen geht ständig weiter.
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