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Twitter erkennt Grippewelle

Kategorie: Netzwerk
23/07/10

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“Meine Nase läuft!”, “Heute fühl ich mich so schlapp!”, “Ich hab Kopfschmerzen!” - über soziale Netzwerke wie Twitter  werden viele persönliche Botschaften online verbreitet. Dabei verraten viele Nutzer auch etwas über ihren Gesundheitszustand. Englische Wissenschaftler haben sich 50 Millionen Twitter-Nachrichten genauer angeschaut und nach Mustern gesucht. Sie konnten anhand der Tweets erkennen, ob und wo eine Grippewelle im Anmarsch ist.

 

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50 Millionen Botschaften
Die Forschergruppe von der University of Bristol hat über Monate eine große Datenbank mit 50 Millionen Twitter-Nachrichten aufgebaut. Die einzelnen Tweets konnten jeweils einem genauen Ort zugeordnet werden. Das war wichtig, um genau zu erkennen, wo sich eine Grippewelle ausbreitet.

Versteckte Hinweise
Die Wissenschaftler mussten ein System entwickeln, um die Nachrichten auf Hinweise zum Thema Grippe zu durchsuchen. Denn nicht jeder, der krank ist, schreibt “Ich habe Grippe” in seinen Tweet. Das zeigen ja auch die Beispiele hier oben. Es galt also, bestimmte Schlüsselworte und Formulierungen zu finden, die auf Grippesymptome schließen lassen.

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Abgleich der Daten
Die Datenbank wurde verglichen mit offiziellen Daten vom englischen Gesundheitsdienst. Dadurch wurde das System weiter verfeinert. Nun können die Forscher über die Auswertung von Twitter-Nachrichten Vorhersagen darüber treffen, wie ernsthaft sich Grippewellen in verschiedenen Regionen ausbreiten. Die Auswertung sozialer Netzwerke kann auch zur Erkennung anderer Epidemien eingesetzt werden.

Künftiges Modell
Wer Zugriff auf die Daten von vielen Millionen Nutzern hat, kann auch andere Entwicklungen der Zukunft vorhersagen. Amerikanische Wissenschaftler haben zum Beispiel ein Modell entwickelt, um die Erfolge von Kinofilmen vorherzusagen. Auch dafür wurden die Inhalte von Twitter untersucht.


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