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Nummer gegen Kummer

Kategorie: Gute Seiten
20/12/07

Das Leben kann für Kinder und Jugendliche manchmal ganz schön schwierig sein. Deshalb gibt es den Verein “Nummer gegen Kummer e.V.”, der seit 27 Jahren das Kinder- und Jugendtelefon und das Elterntelefon betreibt. Der Anruf beim Sorgentelefon ist kostenlos. 2006 wurden rund 240 000 Beratungsgespräche geführt. So viele wie nie zuvor.

Ehrenamtliche Berater
Das Kinder- und Jugendtelefon ist unter der Nummer 0800 - 1110333 zu erreichen. Montags bis Freitags von 15 bis 19 Uhr kann die Nummer gegen Kummer kostenlos angerufen werden. Samstags von 14 bis 18 Uhr nehmen zudem jugendliche Berater die Anrufe entgegen. Insgesamt gibt es mehr als 3500 geschulte und freundliche Berater, die für ihre Arbeit kein Geld bekommen. Wer beim Kinder- und Jugendtelefon anruft, landet bei einer von fast 100 Beratungsstellen, die über ganz Deutschland verteilt sind.

Themen beim Kinder- und Jugendtelefon
Die Beratungsarbeit der Nummer gegen Kummer wurde in einer aktuellen Studie ausgewertet. Grundlage dafür sind die anonymen Protokolle, die von den Beratern nach jedem Gespräch ausgefüllt werden. Die Studie ist dadurch sehr nah an den Fragen und Problemen, die jungen Heranwachsenden am Herzen liegen. Die meisten Anrufer beim Kinder- und Jugendtelefon sind zwischen 12 und 16 Jahren alt (73 Prozent), rund zwei Drittel der Anrufe kommen von Mädchen. Während Jungen sich eher mit persönlichen Fragen beschäftigen, sprechen Mädchen eher Problembereiche an, die ihr soziales Umfeld betreffen. Häufigstes Themengebiet für Mädchen ist “Partnerschaft und Liebe” mit 35 Prozent (Jungen 24 Prozent). Bei männlichen Jugendlichen spielt “Sexualität” mit 30 Prozent eine vorrangige Rolle in den Gesprächen (Mädchen 20 Prozent).

Das Elterntelefon
Seit 2001 wurde das Angebot der “Nummer gegen Kummer” um das Elterntelefon erweitert. Die Zahl der Anrufe ist seitdem jährlich gestiegen. 2006 haben sich rund 12 000 Mütter und Väter mit ihren Sorgen gemeldet. Nach Erkenntnissen der aktuellen Studie melden sich die meisten Anrufer, weil sie sich in Erziehungsfragen allein gelassen fühlen und nicht genau wissen, wie sie den Alltag mit ihren Kindern meistern sollen. Somit stehen hier in erster Linie Fragen der Beziehung zu den Kindern und der “richtigen” Erziehung im Vordergrund der Beratungen.

Lob der Ministerin
Die Studie zur Nummer gegen Kummer wurde Anfang Dezember in Berlin vorgestellt. Die Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen sagte dabei Folgendes: “Das Kinder- und Jugendtelefon und das Elterntelefon sind eine kluge und wirksame Anlaufstelle für alle, die einfühlsam und unkompliziert Unterstützung suchen - das gilt für Kinder und Jugendliche genauso wie für Mütter und Väter. Ihnen allen helfen die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer in ganz Deutschland dabei, den richtigen Weg im Umgang miteinander zu finden. Dieses freiwillige Engagement ist grundlegender Bestandteil einer Gesellschaft mit menschlichem Gesicht.”

Breite Unterstützung
Der Verein “Nummer gegen Kummer e.V.” ist Mitglied im Deutschen Kinderschutzbund. Neben der Unterstützung durch den Bund beteiligt sich seit 1991 auch die Deutsche Telekom, die nicht nur die kostenlosen Rufnummern bereitstellt, sondern auch die wissenschaftliche Untersuchung ermöglicht hat.

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