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Schreib die Wahrheit!

Kategorie: Dies und Das
27/11/06

Du machst Bilder mit deiner Kamera und veröffentlichst diese im Netz? Oder du schreibst manchmal in einem Weblog? Bist du deshalb ein Journalist? Du kannst dich gerne so nennen, denn der Begriff ist nicht geschützt. Allerdings gibt es ein paar Verhaltensregeln, an die sich Journalisten halten sollten.

Regeln für Profis
Wenn von Journalisten die Rede ist, dann geht es meistens um Menschen, die Geld dafür bekommen, dass sie Radio- oder Fernsehbeiträge machen oder Texte für Zeitungen oder das Internet schreiben. Professionelle Journalisten achten bei ihrer täglichen Arbeit auf einen Verhaltenskodex. Diese grundsätzlichen Regeln wurde vom deutschen Presserat aufgestellt.

Grundsätze der Pressearbeit
Die folgenden Grundsätze sind die Basis für die Arbeit von Journalisten. Der gesamte Pressekodex kann hier nachgelesenexterner Linkexterner Link werden.
Achtung vor der Wahrheit und Wahrung der Menschenwürde
Gründliche und faire Recherche (Quellen prüfen)
Klare Trennung von redaktionellem Text und Anzeigen (keine Schleichwerbung)
Achtung von Privatleben und Intimsphäre
Vermeidung unangemessen sensationeller Darstellung von Gewalt u. Brutalität

Rügen für Lügen
Pinocchio wuchs die Nase, wenn er gelogen hat. Bei Journalisten ist das anders. Wenn sie gegen den Pressekodex verstoßen, kann es eine Rüge vom Presserat geben. Diese Rüge muss dann zum Beispiel in der Zeitung abgedruckt werden, in der auch die falsche Geschichte stand.

Blogger und Journalisten
Durch das Aufkommen von Weblogs wurde es für viele Menschen ganz einfach, eine Öffentlichkeit zu erreichen. Es gab einige Diskussionen, ob Blogger deshalb auch Journalisten sind. Diese Unterscheidung ist eigentlich egal. Es gibt viele Blogs, in denen ordentlich recherchierte und wahre Geschichten stehen. Und es gibt immer wieder professionelle Journalisten, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, um eine reißerische Geschichte zu verkaufen.

Deine Geschichten
Wenn du deinem kleinen Bruder eine Gute-Nacht-Geschichte erzählst, erwartet niemand, dass jedes Wort wahr ist. Wenn du aber Geschichten über deine Mitschüler verbreitest oder etwas für die Schülerzeitung schreibst, solltest du viel genauer sein. Dann kommt es auch darauf an, wie du an Informationen oder Bilder kommst. Du darfst zum Beispiel niemandem im privaten Bereich ohne Einwilligung fotografieren. Wenn du dich fürs Medien-Machen interessierst, findest du viele weitere Infos und Tipps bei der Jugendpresseexterner Linkexterner Link.


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