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Handyschulden - was kann ich tun?

Kategorie: Handyschulden
13/07/08

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  • Handys sind doch wunderbar: Mal kurz mit den Freunden sprechen, noch eine SMS hinterher schicken, eben ins Internet einwählen und das Lieblingslied als Klingelton herunterladen. Wenn das Alles nur nicht so teuer wäre. Viele Jugendlichen haben sich verschuldet. Viele davon wegen den Kosten fürs Handy. Aber es gibt immer einen Ausweg: Man sollte auf seine Ausgaben achten und man findet bei Schulden auch Hilfe bei Beratungsstellen.

  • Das Handy ist Schuld? Mehr Geld ausgeben als man eigentlich hat - das kann auf Dauer nicht gut gehen. Etwa jeder zehnte Jugendliche in Deutschland hat Schulden. Bei dem Einen sind das vielleicht nur 50 Euro, die man den Eltern oder Freunden schuldet. Andere stehen gleich mit ein paar tausend Euro in der Kreide, haben das Konto überzogen, einen Kredit aufgenommen und trotzdem noch offene Rechnungen. Natürlich kann man sein Geld für viele Sachen ausgeben: Klamotten, Musik, Technik, Partys, vielleicht das erste Auto - aber eben auch für das Handy. Und besonders die hohen Handykosten sind für viele der Einstieg in die Schuldenspirale.

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  • So ein Handy ist ja schon sehr praktisch. Man braucht kein Bargeld, um zu telefonieren, eine SMS zu schicken oder einen Klingelton herunterzuladen. Bezahlen muss man dafür aber natürlich trotzdem. Die meisten Jugendlichen haben Handys mit Prepaid-Karten. Man kauft sich eine Karte mit einem bestimmten Guthaben und kann dies abtelefonieren. Damit hat man die Kosten eigentlich ganz gut im Blick. Allerdings sind die Tarife dort noch höher als bei Handys mit Vertrag. Einen Vertrag kann man aber erst mit 18 abschließen. Dann kann das Handy unbegrenzt genutzt werden. Erst bei der Abrechnung eines Monats sieht man die Kosten. Das kann dann schon mal zu einem bösen Erwachen führen. Wer gerade 18 geworden ist, sollte besonders aufpassen: Die neue Freiheit verführt viele dazu, zu viel auszugeben und Schulden zu machen. Die Tarife bei Vertrags-Handys sind zwar günstiger als bei Prepaid-Karten, aber immer noch viel teurer als im Festnetz. Deshalb sollte man im Interesse des Geldbeutels das Telefonieren und die SMS nicht übertreiben.

  • Neben der Nutzung des Handys zum Telefonieren und für SMS gibt es einige Kostenfallen, die richtig ins Geld gehen können. Das Runterladen von Klingeltönen oder Logos kann schnell mal einige Euros kosten. Außerdem passiert es bei diesen Downloads schnell, dass man ohne es zu wollen ein Abo bestellt hat und monatlich zahlen darf. Viele neuen Handys können ins Internet gehen. Häufig braucht man dafür nur einen einzigen Knopfdruck und schon ist man im Netz. Das gehört dann zum sogenannten Branding und kann gefährlich sein. Denn es kann schnell passieren, dass diese eine Taste aus Versehen gedrückt wird. Dann liegt das Handy vielleicht brav in deiner Tasche und ist dabei für Stunden im Internet. Besonders teuer wird das, wenn man im Ausland ist.

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  • Wenn du merkst, dass dir dein Handy mehr Geld aus der Tasche zieht als du dir eigentlich leisten kannst, dann solltest du vorsichtig sein. Um deine Finanzen in den Griff zu bekommen, helfen einfache Fragen: Wie viel Geld hast du im Monat zur Verfügung? Wofür gibst du das Geld aus? Manchmal kann es hilfreich sein, dies einmal genau aufzuschreiben und sich eine Übersicht zu verschaffen. Wenn du besonders mit dem Handy ein Geldproblem hast, solltest du dir mal genauer anschauen, wofür das Geld draufgeht: Telefonierst du viel? Wenn ja, rufst du andere Handys an oder eher Festnetznummern? Schickst du viele SMS? Lädst du dir viele Sachen herunter? Wenn du das Mal genau aufschlüsselst, kann es dir helfen, Geld zu sparen. Vielleicht fällt dir dann auch auf, welcher Handytarif der Beste für dich ist. Einige Netzbetreiber bieten inzwischen auch spezielle Jugendtarife an. Pass auf dich auf, damit du nicht in die Schulden rennst.

  • Wer in die Schuldenfalle getappt ist, sollte den Kopf nicht hängen lassen. Es ist nie zu spät, um nach vorne zu blicken und die Situation zu ändern. Dafür muss man sich allerdings etwas anstrengen. Aber nicht alleine: Es gibt viele Einrichtungen, die Hilfe anbieten und bei Schulden beraten. In ganz Deutschland gibt es über 1000 Schuldenberatungsstellen, die von verschiedenen sozialen Einrichtungen betrieben werden. Wenn du Probleme hast, findest du sicher eine Stelle in deiner Nähe. Bei der Beratung werden dir Wege gezeigt, wie du aus den Schulden rauskommst. Außerdem helfen die Stellen bei schwierigen Briefen an Banken, Behörden oder Gläubiger. Eine gute Schuldenberatung ist immer kostenlos. Wenn du an jemanden gerätst, der für seine Hilfe Geld fordert, dann lass besser die Finger davon. Auch wenn du nicht zu einer Beratungsstelle gehen möchtest, ist es bei Geldproblemen wichtig, darüber zu sprechen. Nur dann kannst du offen damit umgehen und die Probleme in Angriff nehmen. Wenn es dir unangenehm ist, mit Freunden oder deinen Eltern zu sprechen, kannst du auch bei einem Beratungstelefon anrufen.

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