Gewalt und Porno auf dem Handy - was nun?
Kategorie:
Gewalt_Porno
09/07/08
- Wer unter 18 ist, darf keinen Zugang haben zu grausamen und pornografischen Bildern. Videos mit gewaltverherrlichenden Aufnahmen, welche die Menschenwürde verletzen, dürfen Minderjährigen also nicht gezeigt und auch nicht zugeschickt werden. Das ist eine Straftat. Auch Pornovideos dürfen Minderjährigen nicht gezeigt oder weitergeleitet werden. Bei kinderpornografischen Aufnahmen ist bereits der Besitz verboten.
- Gewalt auf Handys: Sebastian Gutknecht ist Jurist und hat eine sehr gute Broschüre zum Thema “Gewalt auf Handys” geschrieben. In der Broschüre wird genau erklärt, was beim Gebrauch von Handys verboten und was sogar eine richtige Straftat ist. Auch die Frage, ob eine Schule Handys von Schülern einkassieren und sogar Inhalte auf dem Handy kontrollieren darf, wird geklärt. Bisher gab es die Broschüre nur gedruckt zu kaufen. Wir konnten Herrn Gutknecht, seinen Verlag und seinen Arbeitgeber, den www.ajs.nrw.de aber überzeugen, dass auch eine Online Version gebraucht wird.
- Hohe Strafe für Partyvideo: In München hat ein Fall für Schlagzeilen gesorgt, bei dem zwei Schüler eine vollkommen betrunkene 14-jährige Engländerin auf einer Party vergewaltigt und diese Tat mit der Handy-Kamera dokumentiert haben. Das Video machte später an einer Elite-Privatschule die Runde. Jetzt wurden die zwei Haupttäter zu langen Jugendstrafen zur Bewährung verurteilt. Zudem müssen sie Sozialstunden ableisten und sich einer Therapie unterziehen. Acht weitere Jugendliche wurden wegen unterlassener Hilfeleitung verurteilt und wegen der Verbreitung pornografischer Schriften. Sie haben bei der Party nicht eingegriffen, bzw. die Bilder per Handy und Mail verbreitet.
- Mit den problematischen Videos werden Grenzen ausgetestet und häufig überschritten. Aber es ist wichtig, dass über Sexualität und den Umgang mit Gewalt geredet wird, um gemeinsame Umgangsformen und Verhaltensweisen zu finden. Um diese Themen anzusprechen, hat der Handysektor den Comic-Flyer “… und redest selber von Respekt und Würde” erstellt. Über den Flyer ist ein Einstieg in eine Auseinandersetzung möglich. Der Flyer steht hier als PDF-Version zum Download bereit oder kann als gedruckte Version bei redaktion@handysektor.de kostenlos bestellt werden.
